Das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (ICER) fördert die Entwicklung seiner Mitglieder und den Ausbau der Forschungsschwerpunkte in finanzieller, struktureller und inhaltlicher Hinsicht.
Im Rahmen eigener Ausschreibungen unterstützt das ICER gezielt disziplinenübergreifende Forschungsprojekte im Bereich der Bildungsforschung, die sich durch Interdisziplinarität, Innovationskraft und Methodenvielfalt auszeichnen.
Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die zur thematischen Weiterentwicklung und Profilbildung der Forschungsschwerpunkte beitragen, etwa durch die Entwicklung von Verbundprojekten oder die Vorbereitung aussichtsreicher Drittmittelanträge (u. a. DFG, BMBF).
Je nach Ausschreibung kann eine finanzielle Unterstützung für einschlägige Tagungen und Publikationen beantragt werden.
Das ICER stärkt Wissenschaftler:innen in der frühen Karrierephase durch vielfältige Unterstützungsangebote und Qualifizierungsformate. Dazu zählen bedarfsorientierte Methodenworkshops, die Möglichkeit der Antragsberatung sowie die Förderung von Mini-Graduiertenkollegs.
Darüber hinaus informiert das ICER regelmäßig über aktuelle Ausschreibungen wichtiger Drittmittelgeber und organisiert interdisziplinäre Workshops, (inter-)nationale Fachtagungen, antragsorientierte Vernetzungstreffen und Vortragsreihen, die das wissenschaftliche Profil des Zentrums weiter schärfen.
Die Ausschreibungen des ICER erfolgen zweimal jährlich; im März mit Förderbeginn im Juni sowie im September mit Förderbeginn im Januar des Folgejahres. Projekte, Projektideen oder andere Vorhaben können u.U. auch außerhalb der Antragsfristen eingereicht werden. Sprechen Sie uns an!
Bitte beachten Sie, dass die Antragsfrist für die Fördermöglichkeit 1: Anschubfinanzierung für inter- und intradisziplinäre Forschungsinitiativen und Fördermöglichkeit 2: Unterstützung von Tagungen und Workshops mit Bezug zu den Arbeitsschwerpunkten des ICER am 10.4.2026 endet.
Zur Unterstützung der Entwicklung innovativer Forschungsinitiativen bietet das ICER Juniorprofessor:innen und Postdoktorand:innen die Möglichkeit einer Anschubfinanzierung von bis zu max. 8.000€ für einen Förderzeitraum von 01.06.26 – 31.05.27.
Gefördert werden Projekte (inkl. Pilotstudien), die entweder
- der Vorbereitung interdisziplinärer Verbundvorhaben dienen oder
- der Entwicklung des eigenen Forschungsprofils durch die Erschließung neuer Forschungsfelder oder Forschungsansätze dienen
Die Fördermaßnahme richtet sich an Vorhaben, die inhaltlich und methodisch an die Schwerpunkte des ICER anknüpfen und nach Möglichkeit zur Vorbereitung künftiger Drittmittelanträge beitragen. Eine inter- oder intradisziplinäre Ausrichtung der Forschung wird vorausgesetzt; bereits anderweitig geförderte Projekte sind von der Antragstellung ausgeschlossen.
Die Mittel werden auf die Haushaltsjahre 2026/2027 verteilt, dabei stehen 2026 max. 6.000€ (Haushaltsschluss 10.12.2026) zur Verfügung. Die restlichen Mittel müssen bis zum 31.05.2027 verausgabt werden. Die jeweiligen geplanten Jahresausgaben sind im Antrag auszuweisen.
Das ICER unterstützt Projekte und Initiativen, die den Austausch und die Vernetzung verschiedener Akteur:innen sowie Institutionen fördern und zugleich zur Sichtbarkeit des ICER beitragen. Ziel ist es, neue Impulse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu setzen. Gefördert werden können beispielsweise Tagungen, Workshops oder Veranstaltungsreihen, die sich mit konkreten Fragestellungen der Bildungsforschung befassen und Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Disziplinen ebenso wie Vertreter:innen der Praxis einbeziehen.
Die maximale Fördersumme beträgt 3.000€; die Summe muss bis zum 31.05.2027 verausgabt sein. Die Mittel werden auf die Haushaltsjahre 2026/2027 verteilt, dabei stehen 2026 max. 2.500€ (Haushaltsschluss 10.12.2026) zur Verfügung. Die restlichen Mittel müssen bis zum 31.05.2027 verausgabt werden.
Zur Stärkung der thematischen Profilbildung und der interdisziplinären Zusammenarbeit am ICER wird die Gründung und Weiterentwicklung von Special Interest Groups (SIGs), die sich dauerhaft einem definierten Forschungsfeld im Rahmen der Arbeitsschwerpunkte des ICER widmen, gezielt gefördert. Ziel der SIG ist die strukturierte Vernetzung und systematische Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsfragen sowie des Transfers bildungswissenschaftlicher Forschung in eine breite (Fach-)Öffentlichkeit. Gemeinsame Antragsaktivitäten sind wünschenswert. Darüber hinaus unterstützt das ICER Initiativen, die interdisziplinäre Forschungsperspektiven ausloten möchten, ohne bereits konkrete Drittmittelanträge vorzubereiten.
Hierfür stehen Mittel für einen Förderzeitraum vom 01.06.2026 – 10.12.2026 im Umfang von bis zu 1.000€ zur Verfügung. Ein Antrag auf Folgefinanzierung ist möglich. Die geplanten Ausgaben sind im Antrag auszuweisen.
Zur Unterstützung bei der Erstellung der Promotion bietet das ICER für empirische Forschungsvorhaben im Bereich der Bildungsforschung eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1.000€ für Doktorand:innen. Eine schriftliche Bestätigung der betreuenden Person ist einzureichen. Ebenso bedarf es der Bestätigung, dass keine anderen Mittel zur Verfügung stehen (u.a. Förderung durch das Institut oder Projektmittel). Die Mittel dienen insbesondere für die Einstellung von studentischen Hilfskräften, etwa zur Unterstützung bei der Erhebung oder der Auswertung von Daten sowie bei Recherchearbeiten. Die Mittelverwendung und der Mehrwert für das Promotionsvorhaben sind nachvollziehbar zu begründen. Eine Projektpräsentation im Rahmen der Mitgliederversammlung des ICER sowie die Beteiligung an einem ICER Transferformat werden erwartet. Förderzeitraum: 01.06.2026 – 10.12.2026.
Ein Antrag auf Folgefinanzierung ist möglich.
Der Antrag auf Unterstützung von Promotionsvorhaben kann jederzeit gestellt werden.
Antragsberechtigt sind alle Mitglieder der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemäß den Bedingungen der jeweiligen Ausschreibung. Eine Mitgliedschaft im Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (ICER) ist für die Antragstellung nicht erforderlich.
Hinweis: Die Mitgliedschaft im ICER ist jedoch Voraussetzung für die Vergabe von Fördermitteln. Eine Aufnahme kann im Rahmen des Förderverfahrens erfolgen.
Bei Antragsteller:innen ohne Promotion ist zusätzlich eine Bestätigung der jeweiligen Vorgesetzten bzw. des jeweiligen Vorgesetzten erforderlich.
Anträge können bis zur jeweils angegebenen Frist per E-Mail an die Geschäftsstelle des ICER gerichtet werden: icer@uni-mainz.de.
Ein Antrag auf Förderung einer Special Interest Group (SIG) (Fördermöglichkeit 3) sowie der Unterstützung von Promotionsvorhaben (Fördermöglichkeit 4) kann jederzeit eingereicht werden.
Über die Bewilligung der Anträge entscheidet der Koordinationsausschuss des ICER.
Förderfähig sind folgende Kosten:
- Beschäftigung von wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften (Begründung der Personalkosten durch die jeweils durchzuführenden Aufgaben),
- Kosten für Datenerhebungen und erste Analysen im Rahmen einer Pilotstudie
- in begründeten Fällen Reisekosten und Sachmittel, sofern diese für die Durchführung des Projektes unabdingbar sind und im Antrag ausgewiesen werden,
- Druckbeihilfe zur Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen, die im Rahmen der Projekt- bzw. Veranstaltungsförderung entstanden sind,
- Transkriptionskosten, z.B. zur Fertigstellung einer Veröffentlichung.
- Die im Rahmen einer Veranstaltung üblich entstehenden Kosten (z.B. Material o.ä.).
- Honorarkosten für Gastvorträge
Repräsentationsausgaben sind nicht förderfähig; die Anschaffung von Grundausstattung kann in der Regel nicht finanziert werden.
Fördermöglichkeit 1-4
- Vorlage Antrag Fördermöglichkeit 1-4
- Vorlage Bestätigung der Ko-Finanzierung
- Vorlage Bestätigung der/des Vorgesetze:n
Die Förderung und Qualifizierung von Wissenschaftler:innen in der frühen Karrierephase ist ein zentrales Anliegen des ICER. Für die Vertiefung methodischer Kompetenzen bietet das ICER bedarfsgerechte interdisziplinäre Methodenworkshops unter interner und externer Leitung an. Weiterhin unterstützt das ICER Nachwuchswissenschaftler:innen bei der Suche nach externen Fördermöglichkeiten, insbesondere durch den Versand eines Newsletters mit aktuellen Ausschreibungen. Ergänzend bietet das Format der Antragsberatung die Möglichkeit, geplante Antragsvorhaben mit Expert:innen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus schaffen die vom ICER unterstützten und organisierten Tagungen Raum für den Dialog mit Forschenden zu aktuellen Themen der Bildungsforschung. Insbesondere Wissenschaftler:innen in der frühen Karrierephase erhalten dadurch die Möglichkeit, sich stärker in die wissenschaftliche Gemeinschaft einzubringen.
Für die Vertiefung methodischer Kompetenzen von Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen der JGU bietet das ICER bedarfsgerechte interdisziplinäre Methodenworkshops unter interner und externer Leitung an. Die Themen werden jährlich auf Grundlage der Bedarfe der Mitglieder organisiert. Wenn Sie Vorschläge für Methodenworkshops im kommenden Jahr haben, melden Sie ich gerne bei uns. Folgend finden Sie eine Übersicht aktueller und vergangener Methodenworkshops.
Hier finden Sie demnächst die Methodenworkshops, die 2026 stattfinden werden. Aktuell befinden wir uns im Abtsimmungsverfahren. Sie können bis zum 13.03. Ihre Stimme abgeben:
Im Mittelpunkt der Antragsberatung steht die Diskussion und Weiterentwicklung geplanter Antragsvorhaben von Professor:innen und Postdoktorand:innen.
- Thematisch und methodisch ist die individuelle Antragsberatung offen für alle Antragsvorhaben, die sich den Schwerpunkten und Themenfeldern des ICER (uni-mainz.de/icer/forschung/) zuordnen lassen.
- Zur Beratung müssen keine vollständigen Antragsskizzen vorliegen. Es können auch erste Antragsideen, Entwürfe zur Forschungsfrage, zum theoretischen Hintergrund, zum Design und methodischen Vorgehen eingebracht werden.
- Die Teilnehmenden bekommen die Gelegenheit, nach einer kurzen Einführung Feedback zu ihren geplanten Antragsvorhaben zu erhalten und anschließend allgemeine Fragen zu diskutieren.
Neben der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten unterstützt das ICER Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen auch bei der Suche nach externen Fördermöglichkeiten einschlägiger Drittmittelgeber:innen. Einen Beitrag dazu leistet der Newsletter des ICER, welcher neben Veranstaltungshinweisen regelmäßig über aktuelle Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten informiert. Der Newsletter wird allen Mitgliedern des ICER via Mail zugestellt.
Weiterführende Links:
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiß man noch wenig darüber, welche Bedingungen für diskriminierungskritische Bildungsprozesse nötig sind. Das Forschungsprogramm des MGRK setzt an diesem Desiderat an: Wir möchten im Rahmen universitärer Lehre die Auseinandersetzung mit diskriminierungskritischen Medien und Materialien, die Artikulations- und Umgangsweisen von und mit dabei auftretenden Widerständen sowie die Entwicklung von Haltungen und veränderten (pädagogischen) Handlungsweisen bei den Studierenden, kurz: Bildungsprozesse, untersuchen. Konkret werden diskriminierungskritisch perspektivierte universitäre Lehrveranstaltungen mit Studierenden im Lehramt (Bildungswissenschaften), in der Kunstdidaktik und der Sozialpädagogik in den Blick genommen. Um individuelle und kollektive Aneignungsprozesse im Rahmen pädagogischen Handelns untersuchen zu können, findet die Forschung im Kontext von Lehrangeboten statt, bei denen im Sinne des Problem Based Learning die in der theoretischen Auseinandersetzung vermittelten diskriminierungskritischen Deutungsangebote von den Lernenden in praxisbasierten Erprobungen weiterverarbeitet werden.
Das MGRK bearbeitet das skizzierte Desiderat auf verschiedenen Ebenen: im Hinblick auf unterschiedliche Disziplinen (Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Kulturelle Bildung), auf verschiedene Beobachtungsdimensionen und mit unterschiedlichen Forschungsmethoden. Dem Forschungsprogramm des beantragten MGRK liegen dabei v.a. zwei theoretische Konzepte zugrunde: a) Intersektionalität und b) Strukturelle Diskriminierung/Epistemische Gewalt.
Im Graduiertenkolleg zum Thema „Leben in Übergängen. Junge Erwachsene zwischen Kontinuität und Diskontinuität in Bildung, Beruf und Familie“ arbeiten das Institut für Erziehungswissenschaft und das Institut für Soziologie zusammen. Folgendes wird im Rahmen des Kollegs fokussiert: Aufgrund weitreichender gesellschaftlicher Transformationen in den letzten Jahrzehnten sowie institutioneller Bedingungen, die diese Veränderungen nur unzureichend aufgefangen haben, hat sich die Lebenssituation von jungen Erwachsenen in Deutschland grundlegend gewandelt. Sie sind in hohem Maß von unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen, spüren in besonderer Weise die Auswirkungen des Abbaus wohlfahrtstaatlicher Einrichtungen, sie sind mit mehr Anforderungen an Flexibilität, Mobilität, hoher Arbeitsintensität und dem Umgehen mit Kontingenz und Unsicherheit konfrontiert, und ihre Zukunftserwartungen sind unklar. Im Rahmen des Graduiertenkollegs sollen Dissertationen angefertigt werden, die die spezifische Situation junger Erwachsener in biographischen Übergängen empirisch erforschen. Grundsätzliche Forschungsfragen sind: Wie gelingt es jungen Menschen heute, sich zwischen den Kontinuitäten und Diskontinuitäten als junge Erwachsene in die Gesellschaft zu integrieren, am Erwerbsleben zu partizipieren und Familien zu gründen? Wie gehen sie mit multiplen Übergängen in Bildung, Beruf und Familie um? Welche Wertorientierungen und Lebensentwürfe liegen zugrunde?
Im interdisziplinären Kolleg zum Thema „Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften“ kooperiert das Psychologische Institut mit der Fachdidaktik in Biologie, Englisch und den romanischen Sprachen. Zielgruppe für das Graduiertenkolleg sind exzellente Absolvent:innen des Studiengangs Master of Education oder des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an den Studienseminaren. (Zukünftige) Lehrer*innen erhalten die Möglichkeit, die eigene Profession forschungsorientiert weiterzuentwickeln und sich für eine akademische Laufbahn im Bereich der Fachdidaktik und der Lehr-Lernforschung zu qualifizieren. Die Teilnehmer:innen führen Einzelprojekte durch, in denen sie fachdidaktische Fragestellungen mit Methoden der empirischen Bildungsforschung auf hohem theoretischem und methodischem Niveau bearbeiten. Sie tragen zur evidenzbasierten Weiterentwicklung des Professionswissens von Lehrkräften bei und fördern die Verschränkung von universitärer Forschung mit der Schulpraxis.
Die empirische Bildungsforschung ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld an dem Forscher:innen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen, wie etwa der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Soziologie, den Fachdidaktiken oder der Bildungsökonomie beteiligt sind. Dies erfordert oftmals auch einen interdisziplinären Zugang beim wissenschaftlichen Arbeiten. Für Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen kann die Interdisziplinarität des Forschungsfeldes herausfordernd sein, insbesondere in Hinblick auf eine Orientierung und Positionierung im Forschungsfeld.
Im Rahmen der dreistufigen Veranstaltungsreihe sollen für Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen in der Bildungsforschung jeweils im März zweitägige Veranstaltungen zu den Schwerpunktthemen Theorie (2024), Methode (2025) und Transfer (2026) ausgerichtet werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Projektseite…
Finanzielle Unterstützung der Lesung von Jürgen Wiebicke am 03.02.2026 in der Vorlesungsreihe DemokratieBildung, organisiert von Frau Prof.in Dr. Lilli Riettiens
- Workshop zur Tätigkeitstheorie: Tätigkeit, Sinn und Sinnkonstruktion – 11. bis zum 13. Oktober 2024 – Mitorganisatorin ist Prof.’in Dr.’in Ysette Weiss – Tagungsprogramm
- Folgetagung/Minisymposium: Mathematikerklärvideos mit und ohne Gebärde – 4. und 5. November 2022 – Tagungshomepage
- Wissenschaftliches Festival: DE/LUXE. Who decides what is seen as normal? Sexualität im digitalen (Sozialisation-)Raum – 18. bis zum 28. Oktober 2022 – Festivalhomepage
- Tagung der Kommission „Schulforschung und Didaktik“ – 06. und 07. Oktober 2022 – von Univ.- Prof.‘in Karin Bräu und Dr.’in Yaliz Akbaba – Tagungsseite
- Gegenstände, Sachen, Dinge des Lernens und des Unterrichtens in deutschen und französischen Sprachräumen – (deutsch-französischsprachiges Kolloquium) – 23.-25. Juni 2022 – von Prof.’in Dr. Carla Schelle und Dr.’in Sarah Nell-Müller
weiter zurückliegende geförderte Veranstaltungen finden sie in unserem Archiv.
Das ICER unterstützt die universitätsinterne und externe Vernetzung der Wissenschaftler:innen
- Unterstützung bei der Ausrichtung von Tagungen/Konferenzen/Symposien
- Forschungs- und Promotionskolloquien
- Ideenwerkstätte
Wenn Sie einen Antrag auf Veranstaltungs- oder Publikationsförderung an das ICER stellen möchten, müssen Sie spätestens zum Zeitpunkt der Förderung Mitglied im ICER sein.
2025 hat keine Förderung von Projekten stattgefunden.
Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt die Konstitution pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen unter dem Einfluss von institutionellen und organisationalen Aspekten zu beleuchten.
Seitdem im 13. Kinder- und Jugendbericht eine stärkere Verzahnung von Kinder- und Jugendhilfe (KJH) und Gesundheitswesen – v.a. Pädiatrie – (Bundestag 2009) gefordert wurde, lassen sich wachsende Bemühungen finden, pädagogische Angebote in pädiatrischen Einrichtungen stärker zu etablieren. Dabei geschieht die interprofessionelle Arbeit in interprofessionellen Teams häufig innerhalb einer medizinischen Organisation (bspw. einem sozialpädiatrischen Zentren). Pädagogisch Handelnde finden sich in diesen Teams somit in einer „Organisationskultur“ (Engel/Göhlich 2022, 82) medizinischer Organisationen wieder. Für eine gelingende Verzahnung zwischen KJH und Pädiatrie und damit einer Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes erscheint es zentral, auch aus einer organisationstheoretischen Perspektive zu verstehen, wie pädagogisches Handeln in (sozial-)pädiatrischen Einrichtungen erfolgen kann. Für das vorliegende Projekt ist daher die Frage leitend, wie pädagogisches Handeln in sozialpädiatrischen Zentren durch institutionelle und organisationale Aspekte sowie in Prozessen interprofessionellen Lernens konstituiert wird. Dem wird in einer diskursanalytischen Untersuchung nachgegangen. Diese erste Exploration organisationaler Bedingungen pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen ermöglicht eine grundlegende Auseinandersetzung mit Bedingungen pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen.
Das Projekt wird von Anna Kirchner, M.A. durchgeführt.
Das angestrebte Forschungsvorhaben hat zum Ziel, einen Beitrag zur Hochschulforschung zu leisten, indem moralische Problemfelder bei wissenschaftlichen Mitarbeitenden und dessen stressbezogenen Auswirkungen identifiziert werden.
Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in Kombination mit dem Publikationsdruck ist ein Beispiel für eine Anforderung, mit der wissenschaftliche Mitarbeitende in ihrem beruflichen Alltag umgehen müssen. Stehen solche beruflichen Anforderungen im Konflikt mit moralischen Vorstellungen und führen solche Anforderungen zu moralischem Stress oder zu Demotivation? Dieser Frage wird im angestrebten Forschungsvorhaben nachgegangen. Die Fragestellung wird im Rahmen einer längsschnittlich angelegten Untersuchung bearbeitet.
Die geplante Studie ermöglicht dadurch sowohl aktuell bestehende moralische Anforderungen und die eigene moralische Verfassung (moralischer Strain und moralische Verletzung) von wissenschaftlichen Mitarbeitenden zu analysieren, als auch Wirkungsmechanismen von solchen moralischen Anforderungen auf psychische Folgen zu untersuchen.
Das Projekt wird von Annika Müller, M. Ed. durchgeführt.
Das vorgestellte Dissertationsvorhaben untersucht, inwiefern Subjektivierungsprozesse in Anerkennungspraktiken in inklusionsorientierten Musiziersituationen zu Ein- und Ausschlussprozessen des Individuums führen können. Zugrunde gelegt wird der Ansatz der reflexiven Inklusion nach Jürgen Budde und Merle Hummrich (2013), der von der Gleichzeitigkeit von Inklusion und Exklusion ausgeht. Nach der Auffassung, Anerkennung als wechselseitiges Adressierungsgeschehen (Balzer & Ricken, 2010) und als diskursive Identitätserzeugung (Butler, 2001) zu verstehen, geht das Projekt nach einem adressierungsanalytischen Ansatz (Kuhlmann et al., 2017) vor: Videographierte Unterrichtssequenzen werden in Form von Frame-Comics (Schmitt, 2015) aufbereitet und es wird untersucht, in welcher Form sich Anerkennungspraktiken in inklusionsorientierten Musiziersituationen zwischen Schüler:innen mit und ohne Förderschwerpunkt vollziehen. Auf diese Weise werden darin die wechselseitige Positionierungen und Subjektivierungen zwischen Lehrkraft und Schüler:innen sowie unter den Lernenden rekonstruiert.
Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Lehrer:innenbildung zu leisten: Durch den Einsatz videographierter Unterrichtssequenzen in der Lehre sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte sollen Praktiken des Ein- und Ausschlusses rekonstruiert und über inklusionsfördernde Verhaltensweisen und Maßnahmen innerhalb des Klassenzimmers reflektiert werden.
Bisher erschiene Publikationen:
Phung, V. (2024). „Nein, DU bist frech“. Schulbegleitung in inklusionsorientierten Gruppenmusiziersituationen am Beispiel einer adressierungsanalytischen videobasierten Fallrekonstruktion. Diskussion Musikpädagogik. 101(2), 33-40.
Duve, J.; Phung, V.; Unterreiner, M. & Witt, K. (2023). Heterogenität & Fachlichkeit. Inklusionsorientierte Lehrer:innenbildung aus der Perspektive musikpädagogischer Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Diskussion Musikpädagogik. 99(3), 27-33.
Das Projekt wird von Veronika Phung, M. Ed., an der Hochschule für Musik Mainz unter Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Valerie Krupp durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit den Angehörigen plötzlich Verstorbener und eine damit verbundene Bitte um Organspende qualifiziert.
Ein äußert gewichtiges Kriterium als Ursache für die niedrige Zahl der postmortalen Spenderinnen und Spender in Deutschland ist das extrem schwierige und für alle Seiten unangenehme Gespräch mit Angehörigen von versterbenden, also hirntoten Patient*innen, die für eine Organspende in Frage kommen. Es wird vonseiten der Ärzteschaft deshalb nicht gerne, zwischen Tür und Angel oder erst gar nicht geführt (McGough & Chopek, 1990). Eine zeitliche Entzerrung wird vorgeschlagen (Jöbges et al., 2019): empathische Mitteilung über den bevorstehenden Tod des*der Patient*in und anschließend einfühlsam, ohne zeitlichen Druck die Frage nach der Organspende.
Dies erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten der patientenorientierten Gesprächsführung, der verständlichen Informationsvermittlung, der Mitteilung einer negativen Nachricht, Risikokommunikation und der partizipativen Entscheidungsfindung, damit das Vertrauen in den Arzt/die Ärztin nicht getrübt, sondern gefördert wird.
In Einbindung in ein bestehendes Kurskonzept möchten wir aus den Notwendigkeiten dieser seit Jahren unveränderten Gesamtsituation der im europäischen Vergleich unbefriedigend niedrigen Anzahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden postmortalen Organspender*innen heraus ein Unterrichtsprogramm der Ärztlichen Gesprächsführung bei Organspende für Studierende der Medizin entwickeln.
Es soll in einem ersten Semester als Wahlpflichtfach (20 Studierende) und in einem zweiten Semester dann auch in den Pflichtkursus der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie (225 Studierende) durchgeführt werden. Das Projekt soll darüber hinaus einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der postmortalen Organspende in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-) Angehörigen sowie des Arztes/der Ärztin (studentische Rolle) aufklären und zur Sprache bringen sowie Effekte der Gesprächsführung.
Das Projekt wird von Univ.-Prof.’in Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit COVID-19-Impfzweiflern und Impfgegnern qualifiziert. Darüber hinaus sollen einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der letztlichen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-)Patienten sowie des künftigen Arztes/der Ärztin aufklären und zur Sprache bringen. Es gilt für sie zu lernen, sowohl die emotionalen und kognitiven Aspekte der impfungsbezogenen Einstellungen der Patienten empathisch nachzuvollziehen und die intrinsische Veränderungsmotivation des Gegenübers zu stärken, ohne Druck auszuüben (Motivationales Interview bei COVID-19, WHO, 2021; Risikokommunikation). Ebenso wird eine Änderung der impfbezogenen Einstellung des (Simulations-)patienten in Abhängigkeit von der Qualität der Gesprächsführung untersucht (Prä-Post-Vergleich; subj. Effekte des Gesprächs). Für die Ermittlung emotionaler und kognitiver Einstellungsaspekte der Impfung wird ein bereits entwickelter Fragebogen eingesetzt (Vaccination Attitudes Examination VAX, Martin & Petrie, 2017) und mit einer ad hoc entwickelten arztbezogenen Einstellungsskala zur wahrgenommenen Impfmotivation des (Peer-)Arztes bezieht. Wir nehmen an, dass mit besserer Bewertung des Gesprächs (Checklisten) die Impfmotivation höher sein wird. Das entwickelte Konzept der Ärztlichen Gesprächsführung im Falle von COVID19-Impfzweifeln beinhaltete Anschlussperspektiven, da das Übungskonzept auch in klinische Fächern der Medizin übernommen werden könnte. Die Ergebnisse der Studie werden den Studierenden (n = 225) zurückgemeldet und im Kursus diskutiert.
Projektleiterinnen sind Univ.-Prof.’in Dr. Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit den Angehörigen plötzlich Verstorbener und eine damit verbundene Bitte um Organspende qualifiziert.
Ein äußert gewichtiges Kriterium als Ursache für die niedrige Zahl der postmortalen Spenderinnen und Spender in Deutschland ist das extrem schwierige und für alle Seiten unangenehme Gespräch mit Angehörigen von versterbenden, also hirntoten Patient*innen, die für eine Organspende in Frage kommen. Es wird vonseiten der Ärzteschaft deshalb nicht gerne, zwischen Tür und Angel oder erst gar nicht geführt (McGough & Chopek, 1990). Eine zeitliche Entzerrung wird vorgeschlagen (Jöbges et al., 2019): empathische Mitteilung über den bevorstehenden Tod des*der Patient*in und anschließend einfühlsam, ohne zeitlichen Druck die Frage nach der Organspende.
Dies erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten der patientenorientierten Gesprächsführung, der verständlichen Informationsvermittlung, der Mitteilung einer negativen Nachricht, Risikokommunikation und der partizipativen Entscheidungsfindung, damit das Vertrauen in den Arzt/die Ärztin nicht getrübt, sondern gefördert wird.
In Einbindung in ein bestehendes Kurskonzept möchten wir aus den Notwendigkeiten dieser seit Jahren unveränderten Gesamtsituation der im europäischen Vergleich unbefriedigend niedrigen Anzahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden postmortalen Organspender*innen heraus ein Unterrichtsprogramm der Ärztlichen Gesprächsführung bei Organspende für Studierende der Medizin entwickeln.
Es soll in einem ersten Semester als Wahlpflichtfach (20 Studierende) und in einem zweiten Semester dann auch in den Pflichtkursus der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie (225 Studierende) durchgeführt werden. Das Projekt soll darüber hinaus einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der postmortalen Organspende in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-) Angehörigen sowie des Arztes/der Ärztin (studentische Rolle) aufklären und zur Sprache bringen sowie Effekte der Gesprächsführung.
Das Projekt wird von Univ.-Prof.’in Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME durchgeführt.
Das musikpädagogische und inklusionsbezogene Forschungsprojekt untersucht anhand videographierter Klassenmusizierstunden der Sekundarstufe I, welche Subjektpositionen in Anerkennungspraktiken im inklusiven Musikunterricht hervorgerufen und eingenommen werden und inwiefern dabei Teilhabe beim Klassenmusizieren ermöglicht wird.
Ausgehend von einem Anerkennungsbegriff, der diese als wechselseitiges Adressierungsgeschehen (Balzer & Ricken, 2010) und als diskursive Identitätserzeugung (Butler, 2001) auffasst, geht das Projekt nach einem praxistheoretischen (Reckwitz, 2003) und adressierungsanalytischen Ansatz (Kuhlmann et al., 2017) vor: Mittels Videographie (Dinkelaker & Herrle, 2009) und Video-Stimulated Recall Interviews (Schneider-Binkl, 2018) wird untersucht, in welcher Form sich Anerkennungspraktiken in Klassenmusizierprozessen zwischen Schüler:innen mit und ohne Förderschwerpunkt vollziehen und darin die wechselseitige Positionierung und Subjektivierung zwischen Lehrkraft und Schüler:innen sowie unter den Lernenden rekonstruiert.
Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, einen Beitrag für die Lehrer:innenbildung zu leisten: Durch den Einsatz der videographierten Unterrichtssequenzen in der Lehre sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte sollen inklusionsfördernde Verhaltensweisen und Maßnahmen innerhalb des Klassenzimmers erfahrbar und verstehbar gemacht werden.
Das Projekt von Veronika Phung, M. Ed. durchgeführt.
Das Projekt Dipart-M untersucht Zusammenhänge von Sprache und Kompetenzerwerb im Musikunterricht mit dem Ziel der Entwicklung von Literalität (literacy) im Fach Musik. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Unterrichtsgespräche des Faches Musik, die einen großen Teil fachlicher Unterrichtsdiskurse ausmachen und als zentrales Lernmoment gelten, da hier kognitiv anspruchsvolle Erkenntnismomente stark mit dem Gebrauch von Sprache zusammenfallen.
Im Rahmen einer qualitativen videographischen Studie soll untersucht werden, wie sich solche Diskurse gestalten, wie sich die Partizipation der Schüler:innen vollzieht und wie Verstehensprozesse versprachlicht werden. Die Analyse von Oberflächen- sowie Tiefenstrukturen ist im Rahmen von Segmentierungsanalysen (Dinkelaker & Herrle, 2009) sowie gesprächsanalytischer (Deppermann, 2008) und interaktional diskursanalytischer (Quasthoff, Heller & Morek, 2017) Methodik geplant.
Die Ergebnisse des Projekts sollen einen Beitrag dazu leisten, Diskurskompetenz und literacy auch für das Fach Musik zu modellieren. Außerdem sollen sie dazu beitragen, Maßnahmen für die sprachbewusste Gestaltung von Musikunterricht zu entwickeln und Musiklehrkräften sowie Studierende zielgerichtet für die Bedeutung von Sprache im Fach Musik zu sensibilisieren.
Das Projekt wird von Isabel Winter, M.Ed. durchgeführt.
Vor dem gesellschaftlichen Problemhintergrund, dass weder ein machtfreier noch ein diskriminierungsfreier Raum existieren kann, visiert die geplante Studie die empirische Rekonstruktion von Dekonstruktionsprozessen und -weisen diskriminierender Epistemologien und Praktiken bei Studierenden an. Zugleich sollen die Lernprozesse und -weisen, die Macht- und Herrschaftskritik intersektional perspektivieren, rekonstruiert werden. Untersuchungsort ist ein als explizit diskriminierungs- und machtkritisch deklariertes Forschungswerkstatt-Seminar im Studiengang Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, das über zwei Semester – erst theoretisch, dann praxisbezogen – angelegt ist. Die zentralen Fragen richten sich erstens auf die Lern- und Auseinandersetzungsprozesse und -weisen der Studierenden mit intersektionaler Macht- und Herrschaftskritik und zweitens darauf, wie dieses Wissen in der Arbeitspraxis zur Anwendung kommt. Zugleich geht es drittens darum, die Wirkweisen des Lehrkonzepts auf Basis der empirischen Befunde zu analysieren. Die Datenerhebung erfolgt in drei Schritten: zu Beginn des Semesters sowie zum ersten und zum zweiten Semesterende werden mittels narrativer Interviews mit (denselben) Studierenden Daten erhoben. So soll zu verschiedenen Zeitpunkten der Umgang mit intersektionaler Macht- und Herrschaftskritik festgehalten werden, um die prozesshafte Erkenntnisentwicklung und ihr Wirken in die Praxis rekonstruieren zu können. So werden in der methodischen Kontrastierung der Daten aus Schritt eins vor Seminarbeginn mit Schritt zwei nach dem Theorieteil und Schritt drei nach dem Praxisteil das Verlernen diskriminierender und die Lernprozesse und -weisen diskriminierungskritischer Deutungsmuster und Praktiken rekonstruiert. Durch dieses Verfahren können Rückschlüsse auf die qualitative Beschaffenheit des Seminars erfolgen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, Orientierungshilfen für die Konzeption diskriminierungskritischer Seminargestaltung zu entwickeln, die im Unterschied zu bisher theoretisch fundierten Konzeptionsempfehlungen, eine qualitativ dichte empirische Fundierung aufweisen.
Das Projekt wird von Purnima Vater durchgeführt (Stipendiatin im Graduiertenkolleg: ‚Bildungsprozesse in der diskriminierungskritischen Hochschullehre’, JGU Mainz).
Im Rahmen des Projekts soll das Potenzial von zwei neueren linguistischen Ansätzen in der Wortartenlehre, dem Prototypen- und dem Grenzgänger-Ansatz, für den schulischen Deutschunterricht herausgearbeitet und mittels einer Interventionsstudie überprüft werden.
Diese beiden Ansätze bieten die Möglichkeit, Wortarten über einen ganzheitlichen Zugang zu betrachten: Zum einen kann die lexikalisch-semantische Dominanz (Nomen bezeichnen Personen und Dinge, Verben Tätigkeiten und Adjektive Eigenschaften) durch die Integration und Gewichtung anderer Merkmale (z.B. Flektierbarkeit und v.a. die Position des Wortes im Satz) aufgebrochen werden. Zum anderen kann das reine Faktenwissen über Wortarten durch grammatische Fertigkeiten, Einstellungen und Vorstellungen gegenüber Wortarten bereichert und für die satzinterne Großschreibung fruchtbar gemacht werden (vgl. Elsner 2019: 80). Obwohl diese Ansätze sprachwissenschaftlich und sprachdidaktisch gut modelliert sind, steht ihr Übertrag auf die schulische Praxis noch aus (vgl. Geilfuß-Wolfgang/Ponitka 2020; Döring/Geilfuß-Wolfgang 2016, Menzel 32008, Storrer 2007).
Ziel des Projekts ist es daher, den Einfluss einer Unterrichtseinheit zu ausgewählten typischen und untypischen Vertretern sowie Grenzgängern bei den sog. drei Hauptwortarten Nomen, Verb und Adjektiv auf das Wortarten-Wissen von 6.-Klässler:innen zu untersuchen.
Der Studie liegt ein kontrolliertes quasi-experimentelles Vergleichsgruppen-Design mit Prä-Post-Follow-up-Messung zugrunde.
Das Projekt wird von Johanna Campean, M. Ed. durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit COVID-19-Impfzweiflern und Impfgegnern qualifiziert. Darüber hinaus sollen einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der letztlichen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-)Patienten sowie des künftigen Arztes/der Ärztin aufklären und zur Sprache bringen. Es gilt für sie zu lernen, sowohl die emotionalen und kognitiven Aspekte der impfungsbezogenen Einstellungen der Patienten empathisch nachzuvollziehen und die intrinsische Veränderungsmotivation des Gegenübers zu stärken, ohne Druck auszuüben (Motivationales Interview bei COVID-19, WHO, 2021; Risikokommunikation). Ebenso wird eine Änderung der impfbezogenen Einstellung des (Simulations-)patienten in Abhängigkeit von der Qualität der Gesprächsführung untersucht (Prä-Post-Vergleich; subj. Effekte des Gesprächs). Für die Ermittlung emotionaler und kognitiver Einstellungsaspekte der Impfung wird ein bereits entwickelter Fragebogen eingesetzt (Vaccination Attitudes Examination VAX, Martin & Petrie, 2017) und mit einer ad hoc entwickelten arztbezogenen Einstellungsskala zur wahrgenommenen Impfmotivation des (Peer-)Arztes bezieht. Wir nehmen an, dass mit besserer Bewertung des Gesprächs (Checklisten) die Impfmotivation höher sein wird. Das entwickelte Konzept der Ärztlichen Gesprächsführung im Falle von COVID19-Impfzweifeln beinhaltete Anschlussperspektiven, da das Übungskonzept auch in klinische Fächern der Medizin übernommen werden könnte. Die Ergebnisse der Studie werden den Studierenden (n = 225) zurückgemeldet und im Kursus diskutiert.
Projektleiterinnen sind Univ.-Prof.’in Dr. Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME.
Das Projekt fragt nach der Rezeption und Verhandlung von diskriminierungskritischen Deutungsangeboten in schulischer und außerschulischer Bildung. Den Fokus bildet der Umgang mit Abwehrmechanismen und Störungen im Lehr-/Lerngeschehen. Es wird analysiert wie a) Aneignungsprozesse verlaufen (also Bildungsprozesse auf Seiten der Adressat:innen, individuell und bezogen auf die Gruppendynamik) und b) welche Strategien vermittelnde Personen anwenden (können), um Aneignungsprozesse auch vor dem Hintergrund aufkommender Abwehrmechanismen produktiv zu begleiten (Professionalisierung im Bildungsbereich). Die methodischen Auswertungsverfahren orientieren sich an Rekonstruktionen von Sinnstrukturen im versprachlichten Datenmaterial (Atkinson 2008; Emerson et al. 2008, Geertz 1987, Hirschauer 2001). Analysiert werden Protokolle aus Teilnehmender Beobachtung in schulischen und außerschulischen Veranstaltungen zu Diskriminierungskritik, Interviews mit Lehrenden sowie Gruppendiskussionen mit Lehrenden und Studierenden.
Das Projekt wird von Jun.-Prof. Constantin Wagner und Dr. Yalız Akbaba durchgeführt.
Ziel des Projektes ist es überprüfen, inwiefern App-basierte, individuell angepasste Differenzierungsmaßnahmen im naturwissenschaftlich-experimentellen Sachunterricht der Grundschule die kognitive Aktivität (Fauth & Leuders 2018; Merk et al. 2021; Rakoczy 2010) sowie das Kompetenzerleben (Deci & Ryan 1993) der Schüler*innen im vierten Schuljahr beeinflussen. Der Studie liegt ein experimentell angelegtes Forschungsdesign mit Experimental- und Kontrollgruppe zugrunde. In einer Prä- und Posterhebung werden Effekte des Treatments (Einsatz der App) auf das wahrgenommene Kompetenzerleben sowie die kognitive Aktivität der Schüler*innen erfasst. Mittels der App kann zu fünf Zeitpunkten in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Verdrängung von Wasser“ ein formatives, diagnostisches Assessment sowie eine daraus resultierende Einstufung in drei Schwierigkeitsniveaus erfolgen. Es wird angenommen, dass die im Rahmen der App für die Lernenden individuell angepassten Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Prompts oder ergänzende Erklärvideos) zu einer geeigneten (d.h. dem Kompetenzniveau entsprechenden) und stabilen kognitiven Aktivität (s. z.B. Irion & Scheiter 2008) sowie zu einem positiven Kompetenzerleben auf Seiten der Lernenden führt.
Das Projekt wird von Jun.-Prof.’in Katrin Gabriel-Busse und Anna Thede durchgeführt.
Im Kontext von Sprachförderung ergibt sich für pädagogisch Professionelle ein Spannungsfeld zwischen wirksamer Förderung und mit der Förderung verbundenen Verbesonderungen und subjektivierenden Adressierungen von Kindern und Eltern. Neben der Möglichkeit, durch gezielte Förderung im Deutschen die sprachlichen Fähigkeiten und damit Bildungschancen von Kindern zu erhöhen, werden diese unter diagnostischer Legitimation zugleich als Risikokinder im Bereich Sprache markiert. Diese (sprachbezogene) Defizitmarkierung impliziert insbesondere an Bildungsübergängen eine zukunftsweisende Note. Der institutionelle Übergang wird damit in mehrfacher Hinsicht zur (familiären) Herausforderung. Gerahmt sind diese Dynamiken zudem durch die Tatsache, dass Sprache(n) und sprachliche Fähigkeiten im Deutschen in den Bildungsinstitutionen zentral in hegemoniale Herstellungspraxen von Differenz, Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit involviert sind (Mecheril & Quehl, 2015). Mittels Sekundäranalyse von qualitativen Interviewdaten aus der SPRÜNGE-Evaluationsstudie („Sprachförderung im Übergang Kindergarten-Grundschule evaluieren“, 2016-2019) mit frühpädagogischen Fach- und Grundschullehrkräften sollen in dem Projekt Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Kinder und Eltern als an Sprachförderung ebenfalls Beteiligte von den pädagogisch Professionellen konzeptualisiert werden.
Aus dem Projekt entstandene Publikationen und Vorträge:
- Kämpfe, K. (2022). „‚bringt aber nichts, wenn Sie ja dann vielleicht Fehler einbauen, die wir dann ganz schwer rauskriegen‘“ Verbesonderung von Eltern im Kontext frühpädagogischer Sprachförderung, Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung 1(2), 167-181.
- Language support in ECEC institutions in Germany. Professionals’ conceptualizations of (non-)involvement and (non-)belonging of parents. Vortrag auf der WERA 2021 Virtual Focal Meeting, Santiago de Compostela (online) im Juli 2021.
- Sprachförderung in Kita. Perspektiven auf (Nicht-)Beteiligung und (Nicht-)Zugehörigkeit von Eltern. Vortrag auf der DGfE Sektionstagung empirische Bildungsforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (online) im September 2021.
- Armutsbezogene Kindheitsforschung und pädagogische Praxis. Am Beispiel: Positionierungen von Eltern durch pädagogische Fachkräfte. Vortrag auf dem Digitalen Fachtag „Intersektionalität und Differenz im Kontext erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung – Annäherungen an das Verhältnis von Forschung und pädagogischer Praxis“, Bergische Universität
Wuppertal (online) im Februar 2022. - Sprachideologisches Wissen in Kindheitskonzepten frühpädagogischer Fachkräfte im Kontext Deutschförderung. Vortrag auf der ÖDaF-Jahrestagung 2022: „Wer sind ich? Identität*en und Zugehörigkeit*en im Lehren und Lernen von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“, Wien (online) im Februar 2022.
Das Projekt wurde von Jun.-Prof.’in Dr. Karin Kämpfe (PH Schwäbisch Gmünd, Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit) durchgeführt.
Zur Diagnostik des wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsdidaktischen Wissens von angehenden Lehrkräften mit Fach Wirtschaft liegen mittlerweile mehrere standardisierte Testinstrumente vor. Um zu verstehen, wie die Lösung dieser Testinstrumente zustande kommt, welche Strategien dabei genutzt werden, ob Instruktionstexte, Tabellen oder die Gestaltung der Antwortoptionen einer Aufgabe tatsächlich wahrgenommen werden und lösungswirksam sind, bietet das Eye-Tracking aufgrund zunehmender Benutzerfreundlichkeit mittlerweile differenzierte diagnostische Zugänge. Noch fehlt es jedoch an Untersuchungen, wie sich Unterschiede im wirtschaftsdidaktischen und wirtschaftswissenschaftlichen Wissen in den Blickbewegungen von angehenden Lehrkräften mit Fach Wirtschaft manifestieren und inwiefern das Aufgabenformat oder die Vorbildung dabei von Bedeutung ist. Das Projekt zielt darauf ab, Unterschiede im Lösungsverhalten der angehenden Lehrkräfte anhand von Blickbewegungsmetriken bei variierender Vorbildung und Aufgabenformaten zu identifizieren und zu analysieren.
Aus dem Projekt entstandene Vorträge und Publikationen:
- Brückner, S. (2021). Eye Tracking-Analyse des Dunning-Kruger-Effekts von Lehramtsstudierenden beim Lösen eines ökonomischen Tests. Vortrag auf der Jahrestagung Sektion für Berufs- und Wirtschaftspädagogik am 17. September 2021.
- Brückner, S. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (2022). Effects of Students’ Study Progress in Economics on Their Visual Attention and Task-solving on an Economic Knowledge Test. Paper to be presented at the European Conference on Educational Research.
- Brückner, S. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (im Review). The Role of Confidence in the Gaze Bias Effect among Trainee Teachers in Economics — Results from a Digital Assessment of Content Knowledge. Empirical Research in Vocational Education Training.
- Brückner, S., Kohmer, A., Bültmann, A.-K. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (in Vorb.). Individuelle und lernmedienbezogene Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung und Lösung eines wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsdidaktischen Wissenstests. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
- Brückner, S. & Schneider, J. (in Vorb.). Visualization of university students gaze solving a teachers professional knowledge test in economics education. Empirical Research in Vocational Education and Training.
Das Projekt wurde von Dr. Sebastian Brückner durchgeführt.
Kooperatives Lernen und Gruppenarbeit sind effektive Lernsettings für Studierende.
Durch die COVID-19-Pandemie wurde Online-Gruppenarbeit relevant für die universitäre Lehre. Die Gruppenzusammensetzung stellt jedoch eine besondere Herausforderung in virtueller Gruppenarbeit dar. Algorithmische Gruppenformation hat hier das Potenzial, trotz sozialer Distanz, positive soziale Interaktion zu ermöglichen und zu fördern und damit ein Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen.
In unserem Projekt führen wir ein Feldexperiment im Bereich des Computer-Supported Collaborative Learning (CSCL) durch, um die Gruppenformation von Studierenden auf Basis psychologischer Kriterien systematisch zu variieren und damit ihren Einfluss auf Leistung und Zufriedenheit zu untersuchen. Bisherige Vorarbeiten (Bellhäuser et al., 2018; Müller et al., 2021) konnten zeigen, dass die Software für den Einsatz in empirischen Studien geeignet ist.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Etablierung von Richtlinien für effektive Gruppenarbeit sowie der Verbesserung der Gruppenzusammensetzung für erfolgreichen Lernzuwachs aller Gruppenmitglieder.
Das Projekt wurde von Adrienne Müller und Dr. Henrik Bellhäuser durchgeführt.
Das ökonomische Wissen von Schüler*innen steht derzeit in führenden Industrienationen im Fokus der Diskussionen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Japan und China findet eine rege Debatte darüber statt, inwieweit das ökonomische Wissen im Schulbereich ausreichend curricular verankert ist und welche Personenmerkmale der Schüler*innen einen Beitrag zu dem erfolgreichen (ökonomischen) Wissenserwerb leisten. Das Projekt basiert auf dem simultanen Einsatz des Test of Economic Literacy in Deutschland, Japan und China. In allen Ländern wurde ein gemeinsames Instrument adaptiert, das es erlaubt, im jeweiligen Land das ökonomische Wissen der Schüler*innen objektiv, reliabel und valide zu erfassen. Die Zusammenführung der Daten, die Auswertung und das Veröffentlichen der Befunde stellt vor dem Hintergrund der sprachlichen und kulturellen Unterschiede eine große Herausforderung dar. Das Projekt dient dazu, die Zusammenführung der Datensätze zu gewährleisten, eine gemeinsame Auswertungsstrategie mit den internationalen Kooperationspartner*innen zu entwickeln und die Befunde aus den Analysen der nationalen und internationalen Scientific Community zu präsentieren.
Aus dem Projekt entstandene Publikationen:
- Happ, R. (2020). International-vergleichende Analysen von ökonomischen Kompetenzen bei jungen Erwachsenen. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 116(3), 456-472.
- Happ, R., Kato, M., & Rüter, I. (2021). Results from the Test of Economic Literacy in Germany and Japan – a critical discussion on the gender effect. Citizenship, Social and Economics Education, 20(1), 48-68.
- Happ, R., Schmidt, S. & Feng, H. (in prep.). The economic knowledge of German and Chinese students in comparison – the effect of gender, interest of the students and educational background of the parents on the economic knowledge. International Journal of Chinese Education.
- Happ, R., Schmidt, S., Zlatkin-Troitschanskaia, O. & Walstad, B. (2023). Economic knowledge of high school students in the United States and Germany – the effects of gender and the preferred language of communication. Journal of Economic Education.
Das Projekt wurde von PD Dr. Roland Happ (Universität Leipzig, Berufliche Bildung mit dem Schwerpunkt Wirtschaft) durchgeführt.
Neben sportbezogenen Angeboten sind Hausaufgabenbetreuung (oder Lernzeiten), die quantitativ häufigsten Angebote an Ganztagsschulen. Zur Hausaufgabenbetreuung als Ganztagsangebot an Schulen wurden bisher die Perspektiven von Eltern – die sich eher unzufrieden mit der Hausaufgabenbetreuung an Ganztagsschulen äußern – und die Problematiken bezüglich der Zuständigkeit von Lehrkräften – die sich meist nur für ihr eigenes Fach zuständig fühlen und die individuellen Lernvoraussetzungen und -ziele der Schüler*innen eher nicht kennen – sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe beforscht. Jedoch sind in der Hausaufgabenforschung die Perspektiven von Schüler*innen auf die schulische Hausaufgabenbetreuung bisher kaum thematisiert worden. Um diese Lücke zu schließen, werden kontrastive Fallbeispiele zwischen den unterschiedlichen Schulen sowie der Organisationsform (Hausaufgabenbetreuung vs. Lernzeit) hinsichtlich der Forschungsfragen untersucht, um mit Hilfe der Aufarbeitung der Daten der StEG-Tandem Studie einen DFG-Antrag zu verfassen.
In dem Projekt sind mehrere Publikationen, Vorträge sowie ein Workshop entstanden:
- Sauerwein, M. & Rother, P. (2022). Teilhabe und Anerkennung statt Chancengerechtigkeit – eine sozialpädagogische Perspektive auf Ganztagsschule. In M. Jörgens, J. Sander & S. Werner (Hrsg.), Lesesozialisation und Medien. Lesen im Ganztag: systematische Leseförderung in systemischer Perspektive. Weinheim und München: Beltz Juventa.
- Rother, P., Bebek, C., Haude, C., Idel, T.-S., Graßhoff, G. & Sauerwein, M. (2021). Ganztags-Settings als Arenen „multiprofessioneller“ Diskurse und Praktiken. In K. Kunze, D. Petersen, G. Bellenberg, M. Fabel-Lamla, J.-H. Hinzke, A. Moldenhauer, L. Peukert, C. Reintjes & K. te Poel (Hrsg.), Studien zur Professionsforschung und Lehrerbildung. Kooperation – Koordination – Kollegialität. Befunde und Diskurse zum (multi-)professionellen Zusammenwirken pädagogischer Akteur*innen an Schulen (S. 209-226). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
- Sauerwein, M. & Rother, P. (2022). Hilfestellung in der Hausaufgabenbetreuung und den Lernzeiten aus der Perspektive von Schüler*innen. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE). Vorab-Onlinepublikation. https://doi.org/10.1007/s11618-022-01071-6
- Rother, P. & Sauerwein, M. (2023). Hausaufgaben in Ganztagsschulen: Informelle Strategien von Schüler*innen. In K. Bräu, P. Rother & L. Fuhrmann (Hrsg.), Die verborgenen Seiten der Hausaufgaben. Beltz Juventa: Weinheim.
- Rother, P. & Sauerwein, M. (2022). Stolpersteine und Chancen beim Auswerten von und Publizieren mit (qualitativen) Sekundärdaten. Methodisch/methodologische Reflexionen. Workshop mit Vortrag auf der Arbeitstagung „Qualitative Sekundäranalysen in der Bildungsforschung. Erkenntnisse, Erfahrungen, Perspektiven“ an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main.
Das Projekt wurde von Dr. Pia Rother (Institut für Erziehungswissenschaft, AG Allgemeine Erziehungswissenschaft) und Prof. Dr. Markus Sauerwein (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Theorien Sozialer Arbeit, Internationale Soziale Arbeit) durchgeführt.
- Groß-Mlynek, L., Graf, T., Harring, M., Gabriel-Busse, K. & Feldhoff, T. (2022). Cognitive Activation in a Close-Up View: Triggers of High Cognitive Activity in Students During Group Work Phases. Frontiers in Education.
- Masson, S. & Zajontz, T., 2022: Community-Based Professional Development of Higher Education Teachers in Times of Transformation. In: Broucker, Bruno et. al (Hrsg.): Transformation Fast and Slow. Digitalisation, Quality and Trust in Higher Education. Leiden: Brill.
- Pineiro, E. & Wagner, C., 2022: Ethnizität und öffentliche Verwaltung. Zum staatlichen Umgang mit ethnischen Differenzen. In: Special Issue 2022, Vol. 48, Schweizerische Zeitschrift für Soziologie.
- Mattes, C., Rosenkranz, S. & Witte, M.D. (Hrsg.), 2022: Das Soziale in der Schuldenberatung. Baltmannsweiler: Hohengehren Schneider.
- Oude Groote Beverborg, A., Feldhoff, T., Maag Merki, K., Radisch, F. (Hrsg.), 2021: Concept and design developments in school improvement research. Longitudinal, multilevel, and mixed methods and their relevance for educational accountability. Springer nature.
- Feldhoff, T., Emmerich, M., Radisch, F., Wurster, S., Bischof, L.M. 2021: Unique Problems Require Unique Solutions – Models and Problems of Linking School Effectiveness and School Improvement.
- Schelle, C., Straub, C., Hübler, C., Montandon, F., Mbaye, M. (Hrsg.), 2020: Innovationen und Transformationen in Schule, Unterricht und Lehrerbildung – Empirische Studien und Vergleiche zu Senegal, Togo, Burkina Faso, Frankreich und Deutschland. Münster/New York: Waxmann.
- Fischer, H., Sauer, T., Weiss, Y., 2019: Exkursionen in die Geschichte der Mathematik und ihres Unterrichts. Beiträge zur Gemeinsamen Jahrestagung 2019 der Fachsektion der DMV Mathematikgeschichte und des Arbeitskreises der GDM Mathematikgeschichte und Unterricht.