Die Umbennennung signalisiert zugleich eine strategische Neuausrichtung des Zentrums. Gleichzeitig blicken wir auf einige Aktivitäten zurück.
Im ehemaligen ZSBH wurden Forschungsprojekte in drei Kategorien/Säulen eingeteilt. Diese waren Schulforschung, Bildungsforschung und Hochschulforschung.
Die Schulforschung¹ ist von besonderer gesellschaftlicher Relevanz. Schulen kommt neben den Hochschulen bei der Vermittlung formaler Bildung eine zentrale Schlüsselfunktion zu. Gleichzeitig ist die Institution Schule selbst durch stetige Umgestaltungen geprägt, etwa im Zuge der flächendeckenden Umsetzung der Ganztagsschule, der Debatte um Inklusion und Flucht oder der Digitalisierung. Die adäquate Erforschung der Bewältigung und Optimierung dieser Prozesse, sowie von Schule und Unterricht insgesamt, erfordert immer häufiger eine Kooperation verschiedener Disziplinen und Zugänge der Schul- und Unterrichtsforschung.
Das ZSBH schafft hierfür die geeigneten Rahmenbedingungen, indem es die an der JGU vorhandenen Expertisen aus den verschiedenen Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften (Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie) bündelt und gezielt kooperative Forschungsinitiativen fördert. Da mittlerweile kein Standort mehr die Expertisen in sämtlichen Bereichen der Schulforschung vereint, fördert das ZSBH die gezielte Vernetzung im Rahmen der strategischen Allianz der „Rhein-Main-Universitäten“ sowie darüber hinaus mit renommierten nationalen und internationalen Expert*innen. Die Forschungsprojekte der Schulforschung am ZSBH lassen sich den Bereichen Lern- und Bildungsprozesse sowie Unterrichtsforschung, Reformen und Entwicklung von Schulen, Professionalisierung von Lehrpersonen, Übergänge im Schulwesen zuordnen.
Die Säule Schulforschung wird durch Univ.-Prof. Dr. Tobias Feldhoff vertreten.
¹ Schulforschung wir hier als Oberbegriff für jede schulbezogene Forschung verwendet, die Schul-, Unterrichts- und Professionsforschung miteinschließt. Der Begriff Schulforschung wird somit in diesem Konzept immer dann verwendet, wenn alle schulbezogenen Forschungsrichtungen gemeint sind. Wenn nur eine einzelne Richtung gemeint ist, wird die jeweilige Perspektive explizit benannt.
Bildungsforschung bezieht sich in den Angelegenheiten von Lernen und Bildung auf alle Phasen des Lebens, sowohl in institutionellen als auch in gesellschaftlichen Kontexten: auf die Elementarbildung in Familie und Kindergarten, auf die Jugendbildung in Schule und außerschulischen Einrichtungen und auf die Bildung im Erwachsenenalter in allgemeinen und beruflichen Weiterbildungsinstitutionen und kulturellen Einrichtungen.
Mit dem von der Bundesregierung lancierten Konzept des Lebenslangen Lernens soll den Herausforderungen von gesellschaftlichem Wandel, Flexibilisierung und Digitalisierung begegnet werden, sodass dem Konzept eine hohe gesellschaftliche Bedeutung zukommt. Damit verbunden ist ein Wandel der Lernkultur, der Lernen in institutionellen und lebensweltlichen Kontexten verortet und auch lebensbegleitende Lernprozesse einbezieht. Entsprechend lassen sich als vorrangige Themen der Bildungsforschung nennen: die Problematik des ungleichen Zugangs zu Bildung, die Erforschung von Übergängen im Lebensverlauf sowie von lebensbegleitenden Lernprozessen durch Lebenslauf- und Biographieforschung, die Analyse der Rolle und Funktion digitaler Medien, Fragen der Professionalisierung und des Bildungsmanagements sowie der international vergleichenden Bildungsforschung. In der Säule Bildungsforschung werden die bisherigen Forschungsbereiche um neue Fragestellungen ergänzt: Erforschung der Prozesse und Strukturen der Transmigration und der Entstehung bzw. Aufrechterhaltung transnationaler Lebenswirklichkeiten sowie der Möglichkeiten und Grenzen der Einbindung in Institutionen des Erziehungs- und Bildungswesens; Erforschung der Bildungsherausforderungen und -gerechtigkeit im Rahmen einer globalisierungssensiblen Kindheits- und Jugendforschung; Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen über die Lebenszeit; Erforschung der Demokratie- und Menschenrechtsbildung insbesondere am Beispiel sozialen und politischen Engagements im Jugend- und frühen Erwachsenenalter.
Die Säule Bildungsforschung wurde durch Univ.-Prof.’in Dr. Tanja Betz vertreten.
Die Hochschulforschung in Deutschland ist ein relativ junges Forschungsfeld. Die inhaltliche und methodische Ausrichtung berührt unter anderem die Bereiche Hochschuldidaktik und Hochschulsteuerung sowie die Qualitäts- und Organisationsentwicklung. Mit Hilfe des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung und der engen Zusammenarbeit mit Vertrer*innen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte durchgeführt, die Fragen der Hochschulsteuerung, Studienverläufe sowie Lehr- und Lernprozesse in den Blick genommen haben.
Unter anderem wurden Projekte rund um den Bereich Kompetenzorientierung und Kompetenzforschung bearbeitet, bei denen die Messung und Modellierung von methodischen und fachlichen Kompetenzen von Studierenden im Blickpunkt stand. So konnten beispielsweise wesentliche Erkenntnisse hinsichtlich der Leistungsmotivation, des Studienerfolgs und der Qualität von Lehr-
veranstaltungen gewonnen werden. In Form von nationalen und internationalen Kooperationen sollen in Zukunft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz diese Schwerpunkte fortgeführt und um solche Fragestellungen ergänzt werden, die an bestehende Forschungsdesiderate – etwa die Untersuchung von wissenschaftlichen Karrieren, die Wirkung von Interventionen in Hochschulen wie auch die Entwicklung wissenschaftlicher Disziplinen – anknüpfen..
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiß man noch wenig darüber, welche Bedingungen für diskriminierungskritische Bildungsprozesse nötig sind. Das Forschungsprogramm des MGRK setzt an diesem Desiderat an: Wir möchten im Rahmen universitärer Lehre die Auseinandersetzung mit diskriminierungskritischen Medien und Materialien, die Artikulations- und Umgangsweisen von und mit dabei auftretenden Widerständen sowie die Entwicklung von Haltungen und veränderten (pädagogischen) Handlungsweisen bei den Studierenden, kurz: Bildungsprozesse, untersuchen. Konkret werden diskriminierungskritisch perspektivierte universitäre Lehrveranstaltungen mit Studierenden im Lehramt (Bildungswissenschaften), in der Kunstdidaktik und der Sozialpädagogik in den Blick genommen. Um individuelle und kollektive Aneignungsprozesse im Rahmen pädagogischen Handelns untersuchen zu können, findet die Forschung im Kontext von Lehrangeboten statt, bei denen im Sinne des Problem Based Learning die in der theoretischen Auseinandersetzung vermittelten diskriminierungskritischen Deutungsangebote von den Lernenden in praxisbasierten Erprobungen weiterverarbeitet werden.
Das MGRK bearbeitet das skizzierte Desiderat auf verschiedenen Ebenen: im Hinblick auf unterschiedliche Disziplinen (Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Kulturelle Bildung), auf verschiedene Beobachtungsdimensionen und mit unterschiedlichen Forschungsmethoden. Dem Forschungsprogramm des beantragten MGRK liegen dabei v.a. zwei theoretische Konzepte zugrunde: a) Intersektionalität und b) Strukturelle Diskriminierung/Epistemische Gewalt.
AnsprechpartnerInnen: Jun.-Prof. Dr. Constantin Wagner, Prof.’in Dr. Karin Bräu, Prof.’in Dr. Alexandra Klein & Prof.’in Dr. Carmen Mörsch, Dr. Yalız Akbaba
Bisher ist relativ wenig darüber bekannt, wie unterschiedliche Akteur*innen in Bildungsorganisationen der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE), Schule und Hochschule die an sie formulierten Qualitätserwartungen in der (pädagogischen) Praxis individuell und kollektiv interpretieren und in ihrem (professionellen) Handeln adaptieren.
Folgende Fragestellungen sollen mithilfe unterschiedlicher quantitativer und qualitativer methodischer Zugänge untersucht werden:
- Über welche Qualitätskonstruktionen verfügen unterschiedliche Akteur*innen bzw. Akteursgruppen (z.B. päd. Professionelle, Leitungen, Eltern)?
- Wie und inwieweit entsteht ein geteiltes Verständnis von Qualität in Bildungsorganisationen?
- Wie beeinflussen individuelle und kollektive Qualitätskonstruktionen die Rekontextualisierungsprozesse und darüber die Steuerung innerhalb der Bildungsorganisationen in den drei Feldern?
AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Tobias Feldhoff, Prof.’in Dr. Tanja Betz & Prof. Dr. Thomas Rigotti
Qualität wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten in unterschiedlichen pädagogischen Feldern zu einem zentralen Thema. Bislang sind das Wissen über und das Verständnis von Qualität sowie die jeweiligen theoretischen Zugänge jedoch wenig systematisch aufbereitet. Im Handbuch Qualität in pädagogischen Feldern werden die Qualitätsdiskurse und Forschungslinien in der frühen Bildung und Betreuung, der Schule und Hochschule, der beruflichen Bildung, Erwachsenen- und Weiterbildung sowie in der Beratung, Betreuung und Alltagsbegleitung in der Sozialen Arbeit systematisch aufbereitet und aufeinander bezogen. Zugleich werden kritische Einwürfe an Qualitätsverständnisse und -entwicklung einbezogen, die auf eine reflexive Qualitätsforschung abzielen.
Das Handbuch wird von fünf Personen herausgegeben, die jeweils für eines der pädagogischen Felder im Handbuch einschlägige Expert:innen sind. Hierzu gehören:
- Tanja Betz, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheitsforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Johannes-Gutenberg Universität Mainz
- Tobias Feldhoff, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Johannes-Gutenberg Universität Mainz
- Petra Bauer, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft, Eberhard Karl Universität Tübingen
- Uwe Schmidt, Professor für Hochschulforschung, Institut für Soziologie/Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung, Johannes-Gutenberg Universität Mainz
- Bernhard Schmidt-Hertha, Professor für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung Abteilung Pädagogik und Rehabilitation, Ludwig-Maximilians-Universität München
Das Handbuch wird beim Springer Verlag erscheinen und soll bis Ende 2024 fertiggestellt werden.
Kapitelübersicht
- Qualitätsdiskurse und -verständnisse
- Qualität in pädagogischen Feldern – feldimmanente Perspektiven
- Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung
- Qualität von Schule
- Qualität in der sozialpädagogischen Beratung, Betreuung und Alltagsbegleitung
- Qualität in der Hochschule
- Qualität in der Erwachsenen -und Weiterbildung sowie in der beruflichen Bildung
- Qualität in der Kritik
- Feldübergreifende Perspektiven
auf Qualität – Theorie und Empirie- Theoretische Perspektiven
- Empirische Perspektiven
Das „digitale Lerntagebuch mit individuellem Feedback als schulische Intervention für Hochbegabte (DigiLIFE)“ unterstützt hochbegabte Schüler:innen dabei, ihre Lernprozesse zu verbessern und möglichem Underachievement entgegenzuwirken. Es hilft den Lernenden dabei, Ziele zu setzen, ihr Lernverhalten zu planen und ihre Motivation aufrechtzuerhalten. Das unmittelbare Feedback ermöglicht insbesondere die frühzeitige Erkennung ungünstiger Lernmuster, die zu Underachievement führen können. Auf diese Weise trägt das Projekt zu einer begabungsgerechten Förderung bei.
Geplant sind mehrere Pilotstudien zur Entwicklung und empirischen Erprobung des Lerntagebuchs. Diese Studie ermöglicht Einblicke in das alltägliche Lernverhalten sowie Prognosen von möglichem Underachievement. Das Lerntagebuch wird um ein automatisch generiertes, personalisiertes Feedback zum Lernverhalten sowie individuellen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler ergänzt. Die zweite Hauptstudie untersucht die Wirksamkeit dieses Feedbacks in Hinblick auf die Optimierung des Lernverhaltens. Die im Projekt geplanten Studien werden im Open Science Framework präregistriert. Dort werden auch die Methoden, anonymisierten Daten und Ergebnisse des Forschungsprozesses zur wissenschaftlichen Weiterverwendung veröffentlicht. Das Lerntagebuch selbst wird als Smartphone-App entwickelt, um eine einfache und bequeme Nutzung zu ermöglichen sowie nachhaltig über das Projektende hinaus verfügbar zu sein.
Ansprechpartner*innen: Dr. Henrik Bellhäuser, Franziska Zmatlik
LeadCom ist ein Projektverbund aus 11 Hochschulen, der Fortbildungs- und Beratungsangebote zur digitalen Schulentwicklung erstellt. LeadCom ist Teil des vom BMBF geförderten Kompetenzverbunds lernen:digital.
Leadcom bietet für Schulleitungen und mit digitaler Schulentwicklung befasste Lehrkräfte an allgemein- und berufsbildenden Schulen ein Fortbildungs- und Unterstützungssystem mit einem Fokus auf der kooperativen Gestaltung einer digitalen Kommunikations- und Kooperationspraxis und die damit in Verbindung stehende Veränderung der Digital Leadership. Die Projektpartner:innen setzen mit Einrichtungen der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie Rheinland-Pfalz folgende Arbeitspakte um:
(1) Die gemeinsameGestaltung einer digitalen Kommunikations- und Kooperationskultur an Schulen sowie bei den am Kompetenzzentrum beteiligten Partner:innen,
(2) die Entwicklung und Erprobung von Konzepten zur Stärkung einer Digital Leadership bei Schulleitungen bzw. Führungspersonen und Multiplikator:innen in diesem Bereich,
(3) die Konzeption und Umsetzung von Fortbildungs- und Beratungsangeboten zu Digital Leadership und digitaler Kommunikation und Kollaboration, sowie
(4) die Sicherung des Transfers in die schulische Praxis.
Beforscht wird die Implementation der Angebote. Dazu werden längsschnittlich Fortbildungsangebote zu Digital Leadership sowie zu digital vermittelter Kommunikation und Kollaboration im Schulkontext evaluiert, um evidenzbasiert die Angebote unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Länder weiterzuentwickeln. Ein weiterer Fokus liegt auf der kollaborativen Entwicklung von Gestaltungskonzepten, der Entwicklung der Kommunikations- und Kooperationskultur sowie des Leadership-Kompetenzprofils.
Weitere Informationen: https://www.leadcom.digital/
Ansprechpartner*innen: Univ.-Prof. Dr. Marius Harring, Univ.-Prof.‘in Dr. Jasmin Bastian
In the Information Age, students increasingly learn with online sources. In these sources, content is “framed” in a particular way through narrative devices (e.g. metaphors) and latent meaning structures. Such framing can influence the search for online information as well as its critical processing, as became evident in previous studies concerning the solving of generic (GEN) and domain-specific (DOM) tasks to measure critical online reasoning (COR). Hence, students need specific skills to recognize such latent frames. Based on preliminary research, B06 aims to (1) analyze the narrative and latent meaning structures of the online information used by students (when solving the COR tasks); and (2) study whether students recognize these latent structures, i.e., are aware of narrative and meaning structures. In this way, B06 investigates so-called ‘narrative skills’ in students’ learning through the Internet; (3) examine whether narratives and meaning structures influence the COR process (e.g., the selection of information), and (4) longitudinally investigate the role of students’ narrative skills for their solving of GEN- and DOM-COR-tasks in medicine and economics. (5) Based on these findings, B06 further aims to develop a framework for interventions designed to enhance students’ COR by considering their narrative skills. B06 combines the qualitative method of narratology with reconstructive hermeneutics and draws on the approaches of narrative medicine and narrative economics. Based on the longitudinal subdata set from C07, B06 analyzes the online sources and content used by students to solve COR tasks. The process of students’ task-solving is reconstructed step-by-step, to identify whether students recognized the framings present in the sources. The analysis of students’ response processes is supported through the analysis of eye-tracking data and think-aloud protocols (together with C07). B06 retraces students’ COR task-solving process and describes the role that narrative skills may potentially have in this process. Therefore, B06 first identifies narratives and meaning structures, which can hamper or stimulate students’ COR processes and performance. These analyses and findings provide a solid basis for the conceptual development of interventions to foster students’ COR skills (in the 2nd research phase). B06 cooperates with B04 and B05 in the analysis of the information landscape and in identifying important influences in online sources, which may be especially challenging for students. With the help of a detailed analysis of student responses and task-solving processes, B06 generates hypotheses for recalibrating the COR-tasks of the A-projects.
Projektleiterin: Prof.‘in Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia
Mit der Perspektive einer praxistheoretisch orientierten Schüler:innenforschung, die explizit den Fokus auf das Handeln von Schüler:innen legt und die paradigmatisch in den Studien zum ‚Schüler:innenjob‘ (Breidenstein) angelegt ist, soll in diesem Forschungsprojekt das schulbezogene Lernen und Bearbeiten von (Haus-)Aufgaben nicht nur innerhalb, sondern gerade auch außerhalb des Unterrichts und damit an allen Stationen des ‚Homework Cycle‘ untersucht werden. Wesentliches Element des ‚Schüler:innenjobs‘ ist, dass in Bezug auf schulische Anforderungen nicht die Praktiken und Handlungslogiken von Institutionen oder Lehrkräften nachvollzogen werden, sondern die von Schüler:innen selbst. Dieser Fokus trägt auch der Besonderheit von Hausaufgaben Rechnung, dass sich hausaufgabenbezogene Praktiken und Artefakte in einem Kreislauf zwischen Schule und Orten der Hausaufgabenerledigung bewegen, in denen die Schüler:innen selbst die Konstante bilden. Die Studie lässt darüber hinaus Erkenntnisse zur Rolle von Hausaufgaben an der Reproduktion sozialer Ungleichheit erwarten.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartnerin: Univ.-Prof.‘in Dr. Karin Bräu
Das Projekt „Schule im Wandel“ (SchiWa) besteht seit Juli 2013 und setzt sich aus vier Studien zusammen:
- Aufbereitung und Reanalyse der Drei-Länder-Studie von Helmut Fend (Daten aus den Jahren 1978 und 1979 zur Evaluierung der Gesamtschule in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen)
- Zeithistorische Studie zum Wandel pädagogischer und schulpolitischer Diskurse und Praktiken am Beispiel des Flächenversuchs mit Gesamtschulen im hessischen Landkreis Wetzlar
- Vorstudie für ein Follow-up der Fend-Studie an 10 Schulen in Hessen und Rheinland-Pfalz
- Eine erneute Erhebung an den ehemals an der Fend-Studie beteiligten Schulen, um den Wandel der Unterrichts- und Schulkulturen nachzeichnen zu können, ergänzt um zeithistorische Analysen
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Tobias Feldhoff
Die Implementation digitalisierungsbezogener Studieninhalte in die Lehrer:innenbildung ist bedeutsam und herausfordernd zugleich. Es bedarf einer pädagogischen Rahmung digitaler Prozesse, damit Lehr-Lern-Prozesse im Zentrum von Digitalisierungskonzepten stehen. Parallel bieten digitalgestützte Ansätze für die schulische Bildung auch neue didaktische, kooperative und lebensweltorientierte Potenziale sowie neue Methoden der Wissensvermittlung. Diese Inhaltsbereiche sind in der Lehrkräftebildung wichtige Aspekte zur Strukturentwicklung. Im Einzelnen zählen dazu:
- Die Erprobung didaktischer Formate im Unterricht.
- Vernetzte didaktische Reflexion von Unterricht unter Berücksichtigung verschiedener Querschnittsthemen, wie Digitalisierung, Differenzierung, sozialer Ungleichheit, Lebensweltorientierung etc.
Studierende benötigen in Bezug auf digitalisierungsbezogene Kompetenzen und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen für den Einsatz digitaler Medien handlungsnahe, positive Lehr-Lern-Gelegenheiten. Das gelingt über Näherungserfahrungen an die Unterrichtspraxis.
Das Zentrum für Lehrerbildung richtet daher im Projekt digilab ein EduLab und MakerSpace ein, dass einen geschützten Rahmen der digitalen Kompetenzbildung bietet und gleichzeitig das pädagogische und didaktische Handeln ins Zentrum stellt. Das digilab ist dabei für Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken im Lehramtsstudium nutzbar, um Lehrkonzepte zu entwickeln, (medien-)didaktisch zu erproben und im Rahmen des Studiums zu reflektieren.
Ansprechpartner: Dr. Michael Bigos, Prof. Dr. Markus Höffer-Mehlmer, Dr. Julian Aufenager
Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung Jugendliche zur Beteiligung an demokratischen Prozessen in der Schule und ihrer Lebensumwelt zu aktivieren, wird gemeinsam vom Zentrum für Lehrerbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Berufsbildenden Schule Boppard das Projekt „Demokratie Leben in Europa“ durchgeführt. Übergeordnetes Ziel ist die Förderung einer demokratischen Schulkultur durch den Aufbau partizipativer Strukturen.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:
- Entwicklung des Messinstrumentariums für Kompetenzen für eine demokratische Kultur
- Überführung in nachhaltige Strukturen
- (Inter-)Nationale Vernetzung und Dissemination
Im Rahmen des Projekts wurde ein Fragebogen zur Messung der demokratischen Orientierung der Schüler:innen entwickelt und erprobt. Unter Bezugnahme auf das Kompetenzraster „Kompetenzen für eine demokratische Kultur“ des Europarates (CDC-Modell, 2018) ermöglicht er die Erhebung demokratierelevanter Einstellungen. Indem er diese sichtbar macht, ermöglicht er Schulen, bedarfsgerechte, schulische Prozesse zu initiieren. Die Entwicklung dieses Messinstruments erfolgte nach einem stringent partizipativen Ansatz unter aktiver Einbeziehung von Schulleitung, Lehrkräften und Klassenverbänden. Nach Abschluss der Entwicklungsarbeit ist das Instrument in Kooperation mit dem pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz permanent online für Schulen verfügbar und wird als offenes Bildungsmaterial verfügbar gemacht. Parallel laufen die Bemühungen der Vernetzung verschiedener Akteure und Netzwerke im Hinblick auf das Instrument.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartner: Dr. Michael Bigos
Ziel des Projekts ist die Konzeption und Erprobung fachübergreifender, multimedialer, flexibel einsetzbarer Lernmodule, die Lehramtsstudierende verschiedener Unterrichtsfächer beim Erwerb und Ausbau einer fachübergreifenden professionellen Handlungskompetenz unterstützen sollen. Im Rahmen des Projekts wird Studierenden ermöglicht, fachspezifische didaktische Kompetenzen zu vertiefen und eine fachübergreifende didaktische Perspektive aufzubauen. Sie entwickeln so ein Konzept unterrichtlicher Praxis, auf dessen Grundlage Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fächer deutlich und Kooperationen in der Praxis erleichtert werden. Die Studierenden sind nicht nur die Zielgruppe des Projekts, sondern gestalten die Lernmodule auch von Anfang an mit, indem sie ihre Bedürfnisse reflektieren und formulieren und darauf aufbauend Inhalte erarbeiten.
Im Projekt arbeiten zunächst die Didaktik der politischen Bildung, die Geographie- und die Deutschdidaktik zusammen, weitere Fächer können hinzukommen. Die multimedial gestalteten Lernmodule werden Erklärvideos, Podcasts, Interviews mit Lehrkräften, Fachtexte, Literaturtipps, Übungs- und Reflexionsaufgaben enthalten. Sie werden open access publiziert, sodass sie von nachfolgenden Studierendengenerationen sowohl in der Lehre als auch im Selbststudium genutzt und von weiteren Fachdidaktiken übernommen und um die eigene Fachperspektive erweitert werden können.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartnerinnen: Univ.-Prof.‘in Dr. Anja Müller, Univ.-Prof.‘in Dr. Kerstin Pohl, Dr.‘in Marion Plien
Das Forschungsprojekt untersucht die Generationenbeziehungen einer bisher nicht beachteten Gruppe: der Kinder der sogenannten „DDR-Kinder aus Namibia“. Damit bearbeitet es eine Forschungslücke, denn eine transgenerational ausgerichtete Fluchtmigrationsforschung im Kontext ‚DDR/Namibia’ ist bis heute nicht etabliert. Mit ihrem Fokus auf biografische Entwürfe der adoleszenten Nachkommen der „DDR-Kinder“, welche in Namibia aufwachsen, generiert die Studie sowohl theoretische als auch methodisch-methodologische Erkenntnisse, die die bisherige erziehungswissenschaftliche Forschung zu Migration und Adoleszenz aus einer postkolonialen Perspektive erweitern. Darüber hinaus nimmt sich die Untersuchung dem Desiderat einer transgenerational orientierten Forschung zur Verarbeitung von DDR- und Wendeerfahrungen im Kontext von (Re-)Migration an, indem sie Transformationen jener Erfahrungen einer fluchtmigrantischen „Dritten Generation Ost“ durch die Kinder dieser remigrierten „Wendekinder“ rekonstruiert. Entlang der Kategorien Bildung, Erziehung, Zugehörigkeit, Geschlecht, Familie, Freundschaft und Kollektivität sowie politische Sozialisation zeichnen sich – durch die Weitergabe der biografischen Erfahrungen der Eltern und vor dem Hintergrund einschneidender gesellschaftlicher Umbrüche – spezifische Anforderungen für adoleszente Um- und Neubildungsprozesse im postkolonialen Namibia ab. Die Studie arbeitet erstmals heraus, wie die elterlichen Erfahrungen von den adoleszenten Kindern biografisch transformiert werden.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Matthias Witte
Prof. Dr. Stefan Weyers (JGU), zusammen mit Prof. Dr. Matthias Bahr (RPTU Landau), Prof. Dr. Matthias Busch (Universität Trier) und Jun.-Prof. Dr. Inken Heldt (RPTU Kaiserslautern)
In Deutschland gilt Demokratiebildung als ein zentrales Ziel der Schule, empirische Analysen zu Bedingungen demokratischer Schulentwicklung sind bislang jedoch Mangelware. Auf diese Lücke zielt unsere Untersuchung. Ziel ist es, die Erfahrungen mit demokratischer Schulentwicklung von Schulen zu erfassen, die dem Netzwerk „Modellschulen für Partizipation und Demokratie“ in Rheinland-Pfalz angehören.
In der ersten Projektphase wurde eine Pilotstudie durchgeführt, an der neun Schulen teilnahmen, die im Herbst 2022 Mitglied im Netzwerk der Modellschulen geworden sind (drei IGS, zwei Gymnasien, zwei Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen, zwei Realschulen plus). Die erste quantitative Erhebung fand im Juni 2023 mit allen Lehrkräften der Schulen und den Schülerinnen und Schülern der 9. oder 10. Klassenstufe statt. Die Befragung richtete sich darauf, wie Schüler*innen und Lehrkräfte unterschiedliche Aspekte einer demokratischen Schulkultur einschätzen: Gefragt wurde z.B. nach der Bewertung der Schule, Initiativen zur demokratischen Schulkultur, aktuellen und gewünschten Mitbestimmungsmöglichkeiten, nach dem sozialen Miteinander an der Schule und dem Umgang mit Konflikten und Beschwerden.
Die Befunde der Pilotstudie bilden die Grundlage für den Antrag auf ein Forschungsprojekt, in dem in ausgewählten Schulen Gelingensbedingungen und Schwierigkeiten demokratischer Schulentwicklung vertieft untersucht werden sollen, u.a. mittels qualitativer Interviews.
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Stefan Weyers
Das Infotelefon Weiterbildungsberatung verfolgte das Ziel eines Bürgertelefons (telefonisch und online) für lebensbegleitende Bildung. Hierzu gab es vier Studien mit verschiedenen Zielsetzungen. Unsere Studie zielte darauf ab, nach einer Systematisierung eine passgenaue Ordnung der Lebenslangen Lernen für die geplante Weitung und Neuausrichtung des Infotelefons zu entwickeln. Es ging damit auch um eine Neuordnung des Wissensmanagementsystem für das BMBF. Schließlich erfolgte abschließend das Formulieren von weiteren Inhalten für die Beratungsqualifizierung. Laufzeit bis 31.12.2023.
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Sebastian Lerch
Die Studie untersucht das Empfinden, Erleben und Verhalten älterer Menschen in der Corona-Pandemie.
Einen Projektbericht mit vorläufigen Ergebnissen finden Sie hier
Projektleiter: Dr. Vincent Horn & Prof.’in Dr. Cornelia Schweppe
The objective of REVEALING is to create a VRLE (Virtual Reality Learning Environment) Model using the VRChat platform, adapted to the learning needs of HEIs, and thus, their students. This will ultimately impact the partner universities, and beyond, regarding the technological capabilities not only in terms of cross-cutting research but also regarding the actual implementation. The actual purpose of creating a Model is that it can be adapted to different learning situations and contexts according to the needs of the end users. By bringing together different educational realities from all over Europe, the Model will be adapted and piloted in academic and non-academic environments which still bring, as of now, considerable differences in terms of educational methodologies as well as cultural aspects when it comes to the simple, yet, crucial process of learning. REVEALING aims to mainstream the use of VR for a more variegated number of activities (that is, beyond its use as a recreational tool) in the European educational and societal texture. The consortium consists of 6 institutions coming from 5 EU countries (Germany, Greece, Portugal, Cyprus and Poland) which have a long experience in VR related projects, educational material creation and e-learning course establishing.
For more information visit our Website: https://revealing-project.eu/
Ansprechpartnerin: Univ.-Prof.‘in Dr. Jasmin Bastian
Mit dem Projekt „Mobilität und Durchlässigkeit stärken – Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen“ (MODUS) möchte die HRK die Hochschulen gezielt durch Informations- und Beratungsangebote unterstützen. In diesem Sinne verfolgt MODUS das Ziel, die gegenwärtigen Praktiken an den Hochschulen in Bezug auf Anerkennungs- und Anrechnungsprozesse zu optimieren, zu standardisieren und an neuen technischen Möglichkeiten (Stichwort: Digitalisierung) zu orientieren, um nicht zuletzt auch die europäischen hochschulpolitischen Ziele in Bezug auf Durchlässigkeit und studentische Mobilität zu erreichen.
Die drei zentralen Maßnahmencluster von MODUS beinhalten daran anschließend
- die Abstimmung und Etablierung von allgemeingültigen Mindeststandards an Hochschulen
- die Nutzung digitaler Möglichkeiten, Weiterentwicklung technischer Lösungen und Erprobung von Pilotanwendungen
- die Information und Beratung von Hochschulen.
Die Ziele der projektbegleitenden Evaluation liegen darin,
- einen Überblick über gegenwärtige Standards der Anerkennungs- und Anrechnungspraxis an Hochschulen zu erhalten,
- aktuelle und künftige Bedarfe der Hochschulen in Bezug auf das Thema Anerkennung und Anrechnung zu ermitteln,
- Handlungsempfehlungen für die Beratung von Hochschulen zu entwickeln und
- das Projekt HRK MODUS formativ zu begleiten und ggf. Nachbesserungen anzustoßen.
Zusätzlich wurde das ZQ mit der Durchführung bundesweiter Hochschulbefragungen beauftragt, um den Status quo in Bezug auf Anerkennungs- und Anrechnungsprozesse sowie dringende Bedarfe aus Perspektive verschiedener Zielgruppen zu eruieren. Die zwei geplanten Befragungsrunden finden in den Jahren 2021 und 2024 statt.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartnerin: Dr. Kathrin Schulze
Die Erfahrungen aus den vergangenen Corona-Semestern haben die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten digitalen Lehrens und Lernens sichtbar gemacht. Anknüpfend an diese Erfahrungen sowie an innovative JGU-Projekte der vergangenen Jahre widmet sich das Projekt „Mainzer Modelle für digital erweitertes Lehren und Lernen (ModeLL-M). Feedback, Aktivierung, Selbststeuerung und Kollaboration durch hybride Lernsettings stärken“ den komplexen Interaktionsbeziehungen des Lehrens und Lernens.
ModeLL-M ist eines von 139 Projekten, die bundesweit von der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ im Rahmen der Ausschreibung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ (2020) gefördert werden. Während der Projektlaufzeit (August 2021 – Juli 2024) sollen Modelle entwickelt werden, die aufzeigen, wie vier zentrale Faktoren für studierendenzentriertes Lehren und Lernen durch die Verschmelzung von digitalen Elementen und Präsenzformaten gestärkt werden können:
- Entwicklung von Formen des Feedbacks zwischen Lehrenden und Studierenden wie innerhalb der Peer-Gruppen, die die besonderen Potenziale digitaler Kommunikations- und Arbeitsweisen nutzen.
- Gelingende Aktivierung in unterschiedlichen Lernumwelten, insbesondere bei zeit- und ortsunabhängigem Lernen.
- Szenarien, Formate und Lernumwelten, die es Studierenden ermöglichen, Selbststeuerung einzuüben und Selbstwirksamkeit zu erleben.
- Gestaltung von Lehr-Lernszenarien, die Studierende zur Kollaboration anregen und das konstruktive Zusammenwirken mit Kommiliton*innen, auch mit digitalen Werkzeugen, aktiv unterstützen.
Die Modellentwicklung erfolgt in drei Modellbereichen:
(A) Digitale erweiterte Projektlehre
(B) Feedback-Portfolio
(C) Vorlesung.21
Für die Erprobung und Umsetzung der erarbeiteten Konzepte im Rahmen von hybriden Lehrveranstaltungen steht das moodle-basierte JGU-LMS zur Verfügung. Das Projekt ist organisiert in Communities of Practice (CoPs) aus Lehrenden und Studierenden, die jeweils einem der Modellbereiche (Projektlehre, Feedback-Portfolio, Groß-Vorlesung) zugeordnet sind. Im August 2021 ist das Projekt mit drei fachbezogenen Pilot-CoPs (Historisches Seminar, Bildungswissenschaften, Medizin) gestartet. Um den Transfer der Modelle in andere Fachkontexte anzuregen, konnten sich im Jahr 2022 weitere Fächer-/gruppen in einem JGU-internen Ausschreibungsverfahren bewerben, um insgesamt 6 Erweiterungs-CoPs (je 2 pro Modellbereich) zu bilden. Am 01. August 2022 sind die Erweiterungs-CoPs gestartet.
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Marius Harring, Dr. Henrik Bellhäuser
Approximately three million students at more than 420 institutions of higher education in Germany use the Internet daily to obtain information to complete assignments and prepare for exams. Studies reveal that students lack the skills to properly search, filter, evaluate, and integrate information gained from the highly diverse and overabundant online content. The need to understand, evaluate and consequently strengthen the skills of knowledge acquisition through Internet based media is crucial.
The interdisciplinary and international research unit “Critical Online Reasoning in Higher Education (CORE)” (FOR 5404) funded by the German Research Foundation (DFG) for an initial period of four years (2023–2027) aims to explore the online learning behaviors and online information landscapes that students in medicine, physics, economics, and social sciences use for their studies.
Ansprechpartner*innen: Univ.-Prof.‘in Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia, Univ.-Prof.‘in Dr. Carla Schelle
Ziel der Untersuchung ist die Beantwortung der Frage, ob das spezielle Erziehungs- und Bildungskonzept der ISH sich auch nach dem Besuch der ISH einerseits in der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler, andererseits in einem „erfolgreichen“ Studium und Beruf messbar niederschlägt. Die als Panelstudie angelegt Untersuchung startet mit Eintritt der Schülerinnen und Schüler in die ISH und wird durch Befragungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Bildungs- und Berufsbiographie erweitert. Das Erhebungsinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass die für die ISH relevanten Fragestellungen nach Werthaltungen, Übernahme sozialer Verantwortung und Kompetenz-/Persönlichkeitsentwicklung konstant abgebildet und somit im Zeitvergleich analysiert werden können. So kann der Einfluss einzelner bildungsbiographischer Veränderungen, der speziellen Angebote der ISH (extracurriculare Aktivitäten, Internatskonzept, Public Private Partnership) sowie weiterer Ausbildungsabschnitte auf diese Variablen gemessen und in Bezug gesetzt werden. Darüber hinaus werden spezifische Fragestellungen aufgenommen, die auf die jeweiligen Übergänge im Bildungssystem abstellen. Die Erhebungen sind als Online-Befragungen mit standardisiertem Fragebogen konzipiert.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ansprechpartner*innen: Cathrin Neßler
Das Zentrum für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH) fördert im Rahmen von Ausschreibungen thematisch einschlägige Projekte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Gefördert werden primär Projekte im Bereich der Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung, die der thematischen Weiterentwicklung und dem Ausbau des Forschungsschwerpunkts dienen.
Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt die Konstitution pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen unter dem Einfluss von institutionellen und organisationalen Aspekten zu beleuchten.
Seitdem im 13. Kinder- und Jugendbericht eine stärkere Verzahnung von Kinder- und Jugendhilfe (KJH) und Gesundheitswesen – v.a. Pädiatrie – (Bundestag 2009) gefordert wurde, lassen sich wachsende Bemühungen finden, pädagogische Angebote in pädiatrischen Einrichtungen stärker zu etablieren. Dabei geschieht die interprofessionelle Arbeit in interprofessionellen Teams häufig innerhalb einer medizinischen Organisation (bspw. einem sozialpädiatrischen Zentren). Pädagogisch Handelnde finden sich in diesen Teams somit in einer „Organisationskultur“ (Engel/Göhlich 2022, 82) medizinischer Organisationen wieder. Für eine gelingende Verzahnung zwischen KJH und Pädiatrie und damit einer Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes erscheint es zentral, auch aus einer organisationstheoretischen Perspektive zu verstehen, wie pädagogisches Handeln in (sozial-)pädiatrischen Einrichtungen erfolgen kann. Für das vorliegende Projekt ist daher die Frage leitend, wie pädagogisches Handeln in sozialpädiatrischen Zentren durch institutionelle und organisationale Aspekte sowie in Prozessen interprofessionellen Lernens konstituiert wird. Dem wird in einer diskursanalytischen Untersuchung nachgegangen. Diese erste Exploration organisationaler Bedingungen pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen ermöglicht eine grundlegende Auseinandersetzung mit Bedingungen pädagogischen Handelns in medizinischen Organisationen.
Das Projekt wird von Anna Kirchner, M.A. durchgeführt.
Das angestrebte Forschungsvorhaben hat zum Ziel, einen Beitrag zur Hochschulforschung zu leisten, indem moralische Problemfelder bei wissenschaftlichen Mitarbeitenden und dessen stressbezogenen Auswirkungen identifiziert werden.
Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in Kombination mit dem Publikationsdruck ist ein Beispiel für eine Anforderung, mit der wissenschaftliche Mitarbeitende in ihrem beruflichen Alltag umgehen müssen. Stehen solche beruflichen Anforderungen im Konflikt mit moralischen Vorstellungen und führen solche Anforderungen zu moralischem Stress oder zu Demotivation? Dieser Frage wird im angestrebten Forschungsvorhaben nachgegangen. Die Fragestellung wird im Rahmen einer längsschnittlich angelegten Untersuchung bearbeitet.
Die geplante Studie ermöglicht dadurch sowohl aktuell bestehende moralische Anforderungen und die eigene moralische Verfassung (moralischer Strain und moralische Verletzung) von wissenschaftlichen Mitarbeitenden zu analysieren, als auch Wirkungsmechanismen von solchen moralischen Anforderungen auf psychische Folgen zu untersuchen.
Das Projekt wird von Annika Müller, M. Ed. durchgeführt.
Das vorgestellte Dissertationsvorhaben untersucht, inwiefern Subjektivierungsprozesse in Anerkennungspraktiken in inklusionsorientierten Musiziersituationen zu Ein- und Ausschlussprozessen des Individuums führen können. Zugrunde gelegt wird der Ansatz der reflexiven Inklusion nach Jürgen Budde und Merle Hummrich (2013), der von der Gleichzeitigkeit von Inklusion und Exklusion ausgeht. Nach der Auffassung, Anerkennung als wechselseitiges Adressierungsgeschehen (Balzer & Ricken, 2010) und als diskursive Identitätserzeugung (Butler, 2001) zu verstehen, geht das Projekt nach einem adressierungsanalytischen Ansatz (Kuhlmann et al., 2017) vor: Videographierte Unterrichtssequenzen werden in Form von Frame-Comics (Schmitt, 2015) aufbereitet und es wird untersucht, in welcher Form sich Anerkennungspraktiken in inklusionsorientierten Musiziersituationen zwischen Schüler:innen mit und ohne Förderschwerpunkt vollziehen. Auf diese Weise werden darin die wechselseitige Positionierungen und Subjektivierungen zwischen Lehrkraft und Schüler:innen sowie unter den Lernenden rekonstruiert.
Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Lehrer:innenbildung zu leisten: Durch den Einsatz videographierter Unterrichtssequenzen in der Lehre sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte sollen Praktiken des Ein- und Ausschlusses rekonstruiert und über inklusionsfördernde Verhaltensweisen und Maßnahmen innerhalb des Klassenzimmers reflektiert werden.
Bisher erschiene Publikationen:
Phung, V. (2024). „Nein, DU bist frech“. Schulbegleitung in inklusionsorientierten Gruppenmusiziersituationen am Beispiel einer adressierungsanalytischen videobasierten Fallrekonstruktion. Diskussion Musikpädagogik. 101(2), 33-40.
Duve, J.; Phung, V.; Unterreiner, M. & Witt, K. (2023). Heterogenität & Fachlichkeit. Inklusionsorientierte Lehrer:innenbildung aus der Perspektive musikpädagogischer Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Diskussion Musikpädagogik. 99(3), 27-33.
Das Projekt wird von Veronika Phung, M. Ed., an der Hochschule für Musik Mainz unter Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Valerie Krupp durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit den Angehörigen plötzlich Verstorbener und eine damit verbundene Bitte um Organspende qualifiziert.
Ein äußert gewichtiges Kriterium als Ursache für die niedrige Zahl der postmortalen Spenderinnen und Spender in Deutschland ist das extrem schwierige und für alle Seiten unangenehme Gespräch mit Angehörigen von versterbenden, also hirntoten Patient*innen, die für eine Organspende in Frage kommen. Es wird vonseiten der Ärzteschaft deshalb nicht gerne, zwischen Tür und Angel oder erst gar nicht geführt (McGough & Chopek, 1990). Eine zeitliche Entzerrung wird vorgeschlagen (Jöbges et al., 2019): empathische Mitteilung über den bevorstehenden Tod des*der Patient*in und anschließend einfühlsam, ohne zeitlichen Druck die Frage nach der Organspende.
Dies erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten der patientenorientierten Gesprächsführung, der verständlichen Informationsvermittlung, der Mitteilung einer negativen Nachricht, Risikokommunikation und der partizipativen Entscheidungsfindung, damit das Vertrauen in den Arzt/die Ärztin nicht getrübt, sondern gefördert wird.
In Einbindung in ein bestehendes Kurskonzept möchten wir aus den Notwendigkeiten dieser seit Jahren unveränderten Gesamtsituation der im europäischen Vergleich unbefriedigend niedrigen Anzahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden postmortalen Organspender*innen heraus ein Unterrichtsprogramm der Ärztlichen Gesprächsführung bei Organspende für Studierende der Medizin entwickeln.
Es soll in einem ersten Semester als Wahlpflichtfach (20 Studierende) und in einem zweiten Semester dann auch in den Pflichtkursus der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie (225 Studierende) durchgeführt werden. Das Projekt soll darüber hinaus einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der postmortalen Organspende in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-) Angehörigen sowie des Arztes/der Ärztin (studentische Rolle) aufklären und zur Sprache bringen sowie Effekte der Gesprächsführung.
Das Projekt wird von Univ.-Prof.’in Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit COVID-19-Impfzweiflern und Impfgegnern qualifiziert. Darüber hinaus sollen einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der letztlichen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-)Patienten sowie des künftigen Arztes/der Ärztin aufklären und zur Sprache bringen. Es gilt für sie zu lernen, sowohl die emotionalen und kognitiven Aspekte der impfungsbezogenen Einstellungen der Patienten empathisch nachzuvollziehen und die intrinsische Veränderungsmotivation des Gegenübers zu stärken, ohne Druck auszuüben (Motivationales Interview bei COVID-19, WHO, 2021; Risikokommunikation). Ebenso wird eine Änderung der impfbezogenen Einstellung des (Simulations-)patienten in Abhängigkeit von der Qualität der Gesprächsführung untersucht (Prä-Post-Vergleich; subj. Effekte des Gesprächs). Für die Ermittlung emotionaler und kognitiver Einstellungsaspekte der Impfung wird ein bereits entwickelter Fragebogen eingesetzt (Vaccination Attitudes Examination VAX, Martin & Petrie, 2017) und mit einer ad hoc entwickelten arztbezogenen Einstellungsskala zur wahrgenommenen Impfmotivation des (Peer-)Arztes bezieht. Wir nehmen an, dass mit besserer Bewertung des Gesprächs (Checklisten) die Impfmotivation höher sein wird. Das entwickelte Konzept der Ärztlichen Gesprächsführung im Falle von COVID19-Impfzweifeln beinhaltete Anschlussperspektiven, da das Übungskonzept auch in klinische Fächern der Medizin übernommen werden könnte. Die Ergebnisse der Studie werden den Studierenden (n = 225) zurückgemeldet und im Kursus diskutiert.
Projektleiterinnen sind Univ.-Prof.’in Dr. Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit den Angehörigen plötzlich Verstorbener und eine damit verbundene Bitte um Organspende qualifiziert.
Ein äußert gewichtiges Kriterium als Ursache für die niedrige Zahl der postmortalen Spenderinnen und Spender in Deutschland ist das extrem schwierige und für alle Seiten unangenehme Gespräch mit Angehörigen von versterbenden, also hirntoten Patient*innen, die für eine Organspende in Frage kommen. Es wird vonseiten der Ärzteschaft deshalb nicht gerne, zwischen Tür und Angel oder erst gar nicht geführt (McGough & Chopek, 1990). Eine zeitliche Entzerrung wird vorgeschlagen (Jöbges et al., 2019): empathische Mitteilung über den bevorstehenden Tod des*der Patient*in und anschließend einfühlsam, ohne zeitlichen Druck die Frage nach der Organspende.
Dies erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten der patientenorientierten Gesprächsführung, der verständlichen Informationsvermittlung, der Mitteilung einer negativen Nachricht, Risikokommunikation und der partizipativen Entscheidungsfindung, damit das Vertrauen in den Arzt/die Ärztin nicht getrübt, sondern gefördert wird.
In Einbindung in ein bestehendes Kurskonzept möchten wir aus den Notwendigkeiten dieser seit Jahren unveränderten Gesamtsituation der im europäischen Vergleich unbefriedigend niedrigen Anzahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden postmortalen Organspender*innen heraus ein Unterrichtsprogramm der Ärztlichen Gesprächsführung bei Organspende für Studierende der Medizin entwickeln.
Es soll in einem ersten Semester als Wahlpflichtfach (20 Studierende) und in einem zweiten Semester dann auch in den Pflichtkursus der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie (225 Studierende) durchgeführt werden. Das Projekt soll darüber hinaus einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der postmortalen Organspende in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-) Angehörigen sowie des Arztes/der Ärztin (studentische Rolle) aufklären und zur Sprache bringen sowie Effekte der Gesprächsführung.
Das Projekt wird von Univ.-Prof.’in Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME durchgeführt.
Das musikpädagogische und inklusionsbezogene Forschungsprojekt untersucht anhand videographierter Klassenmusizierstunden der Sekundarstufe I, welche Subjektpositionen in Anerkennungspraktiken im inklusiven Musikunterricht hervorgerufen und eingenommen werden und inwiefern dabei Teilhabe beim Klassenmusizieren ermöglicht wird.
Ausgehend von einem Anerkennungsbegriff, der diese als wechselseitiges Adressierungsgeschehen (Balzer & Ricken, 2010) und als diskursive Identitätserzeugung (Butler, 2001) auffasst, geht das Projekt nach einem praxistheoretischen (Reckwitz, 2003) und adressierungsanalytischen Ansatz (Kuhlmann et al., 2017) vor: Mittels Videographie (Dinkelaker & Herrle, 2009) und Video-Stimulated Recall Interviews (Schneider-Binkl, 2018) wird untersucht, in welcher Form sich Anerkennungspraktiken in Klassenmusizierprozessen zwischen Schüler:innen mit und ohne Förderschwerpunkt vollziehen und darin die wechselseitige Positionierung und Subjektivierung zwischen Lehrkraft und Schüler:innen sowie unter den Lernenden rekonstruiert.
Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, einen Beitrag für die Lehrer:innenbildung zu leisten: Durch den Einsatz der videographierten Unterrichtssequenzen in der Lehre sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte sollen inklusionsfördernde Verhaltensweisen und Maßnahmen innerhalb des Klassenzimmers erfahrbar und verstehbar gemacht werden.
Das Projekt von Veronika Phung, M. Ed. durchgeführt.
Das Projekt Dipart-M untersucht Zusammenhänge von Sprache und Kompetenzerwerb im Musikunterricht mit dem Ziel der Entwicklung von Literalität (literacy) im Fach Musik. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Unterrichtsgespräche des Faches Musik, die einen großen Teil fachlicher Unterrichtsdiskurse ausmachen und als zentrales Lernmoment gelten, da hier kognitiv anspruchsvolle Erkenntnismomente stark mit dem Gebrauch von Sprache zusammenfallen.
Im Rahmen einer qualitativen videographischen Studie soll untersucht werden, wie sich solche Diskurse gestalten, wie sich die Partizipation der Schüler:innen vollzieht und wie Verstehensprozesse versprachlicht werden. Die Analyse von Oberflächen- sowie Tiefenstrukturen ist im Rahmen von Segmentierungsanalysen (Dinkelaker & Herrle, 2009) sowie gesprächsanalytischer (Deppermann, 2008) und interaktional diskursanalytischer (Quasthoff, Heller & Morek, 2017) Methodik geplant.
Die Ergebnisse des Projekts sollen einen Beitrag dazu leisten, Diskurskompetenz und literacy auch für das Fach Musik zu modellieren. Außerdem sollen sie dazu beitragen, Maßnahmen für die sprachbewusste Gestaltung von Musikunterricht zu entwickeln und Musiklehrkräften sowie Studierende zielgerichtet für die Bedeutung von Sprache im Fach Musik zu sensibilisieren.
Das Projekt wird von Isabel Winter, M.Ed. durchgeführt.
Vor dem gesellschaftlichen Problemhintergrund, dass weder ein machtfreier noch ein diskriminierungsfreier Raum existieren kann, visiert die geplante Studie die empirische Rekonstruktion von Dekonstruktionsprozessen und -weisen diskriminierender Epistemologien und Praktiken bei Studierenden an. Zugleich sollen die Lernprozesse und -weisen, die Macht- und Herrschaftskritik intersektional perspektivieren, rekonstruiert werden. Untersuchungsort ist ein als explizit diskriminierungs- und machtkritisch deklariertes Forschungswerkstatt-Seminar im Studiengang Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, das über zwei Semester – erst theoretisch, dann praxisbezogen – angelegt ist. Die zentralen Fragen richten sich erstens auf die Lern- und Auseinandersetzungsprozesse und -weisen der Studierenden mit intersektionaler Macht- und Herrschaftskritik und zweitens darauf, wie dieses Wissen in der Arbeitspraxis zur Anwendung kommt. Zugleich geht es drittens darum, die Wirkweisen des Lehrkonzepts auf Basis der empirischen Befunde zu analysieren. Die Datenerhebung erfolgt in drei Schritten: zu Beginn des Semesters sowie zum ersten und zum zweiten Semesterende werden mittels narrativer Interviews mit (denselben) Studierenden Daten erhoben. So soll zu verschiedenen Zeitpunkten der Umgang mit intersektionaler Macht- und Herrschaftskritik festgehalten werden, um die prozesshafte Erkenntnisentwicklung und ihr Wirken in die Praxis rekonstruieren zu können. So werden in der methodischen Kontrastierung der Daten aus Schritt eins vor Seminarbeginn mit Schritt zwei nach dem Theorieteil und Schritt drei nach dem Praxisteil das Verlernen diskriminierender und die Lernprozesse und -weisen diskriminierungskritischer Deutungsmuster und Praktiken rekonstruiert. Durch dieses Verfahren können Rückschlüsse auf die qualitative Beschaffenheit des Seminars erfolgen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, Orientierungshilfen für die Konzeption diskriminierungskritischer Seminargestaltung zu entwickeln, die im Unterschied zu bisher theoretisch fundierten Konzeptionsempfehlungen, eine qualitativ dichte empirische Fundierung aufweisen.
Das Projekt wird von Purnima Vater durchgeführt (Stipendiatin im Graduiertenkolleg: ‚Bildungsprozesse in der diskriminierungskritischen Hochschullehre’, JGU Mainz).
Im Rahmen des Projekts soll das Potenzial von zwei neueren linguistischen Ansätzen in der Wortartenlehre, dem Prototypen- und dem Grenzgänger-Ansatz, für den schulischen Deutschunterricht herausgearbeitet und mittels einer Interventionsstudie überprüft werden.
Diese beiden Ansätze bieten die Möglichkeit, Wortarten über einen ganzheitlichen Zugang zu betrachten: Zum einen kann die lexikalisch-semantische Dominanz (Nomen bezeichnen Personen und Dinge, Verben Tätigkeiten und Adjektive Eigenschaften) durch die Integration und Gewichtung anderer Merkmale (z.B. Flektierbarkeit und v.a. die Position des Wortes im Satz) aufgebrochen werden. Zum anderen kann das reine Faktenwissen über Wortarten durch grammatische Fertigkeiten, Einstellungen und Vorstellungen gegenüber Wortarten bereichert und für die satzinterne Großschreibung fruchtbar gemacht werden (vgl. Elsner 2019: 80). Obwohl diese Ansätze sprachwissenschaftlich und sprachdidaktisch gut modelliert sind, steht ihr Übertrag auf die schulische Praxis noch aus (vgl. Geilfuß-Wolfgang/Ponitka 2020; Döring/Geilfuß-Wolfgang 2016, Menzel 32008, Storrer 2007).
Ziel des Projekts ist es daher, den Einfluss einer Unterrichtseinheit zu ausgewählten typischen und untypischen Vertretern sowie Grenzgängern bei den sog. drei Hauptwortarten Nomen, Verb und Adjektiv auf das Wortarten-Wissen von 6.-Klässler:innen zu untersuchen.
Der Studie liegt ein kontrolliertes quasi-experimentelles Vergleichsgruppen-Design mit Prä-Post-Follow-up-Messung zugrunde.
Das Projekt wird von Johanna Campean, M. Ed. durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, ein Unterrichtskonzept zur Ärztlichen Gesprächsführung für Studierenden der Medizin zu entwickeln, das zur Kommunikation mit COVID-19-Impfzweiflern und Impfgegnern qualifiziert. Darüber hinaus sollen einstellungsbezogene und psychosoziale Determinanten der letztlichen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung in Abhängigkeit von der Einstellung der (Simulations-)Patienten sowie des künftigen Arztes/der Ärztin aufklären und zur Sprache bringen. Es gilt für sie zu lernen, sowohl die emotionalen und kognitiven Aspekte der impfungsbezogenen Einstellungen der Patienten empathisch nachzuvollziehen und die intrinsische Veränderungsmotivation des Gegenübers zu stärken, ohne Druck auszuüben (Motivationales Interview bei COVID-19, WHO, 2021; Risikokommunikation). Ebenso wird eine Änderung der impfbezogenen Einstellung des (Simulations-)patienten in Abhängigkeit von der Qualität der Gesprächsführung untersucht (Prä-Post-Vergleich; subj. Effekte des Gesprächs). Für die Ermittlung emotionaler und kognitiver Einstellungsaspekte der Impfung wird ein bereits entwickelter Fragebogen eingesetzt (Vaccination Attitudes Examination VAX, Martin & Petrie, 2017) und mit einer ad hoc entwickelten arztbezogenen Einstellungsskala zur wahrgenommenen Impfmotivation des (Peer-)Arztes bezieht. Wir nehmen an, dass mit besserer Bewertung des Gesprächs (Checklisten) die Impfmotivation höher sein wird. Das entwickelte Konzept der Ärztlichen Gesprächsführung im Falle von COVID19-Impfzweifeln beinhaltete Anschlussperspektiven, da das Übungskonzept auch in klinische Fächern der Medizin übernommen werden könnte. Die Ergebnisse der Studie werden den Studierenden (n = 225) zurückgemeldet und im Kursus diskutiert.
Projektleiterinnen sind Univ.-Prof.’in Dr. Katja Petrowski und Dr.’in Sabine Fischbeck, MME.
Das Projekt fragt nach der Rezeption und Verhandlung von diskriminierungskritischen Deutungsangeboten in schulischer und außerschulischer Bildung. Den Fokus bildet der Umgang mit Abwehrmechanismen und Störungen im Lehr-/Lerngeschehen. Es wird analysiert wie a) Aneignungsprozesse verlaufen (also Bildungsprozesse auf Seiten der Adressat:innen, individuell und bezogen auf die Gruppendynamik) und b) welche Strategien vermittelnde Personen anwenden (können), um Aneignungsprozesse auch vor dem Hintergrund aufkommender Abwehrmechanismen produktiv zu begleiten (Professionalisierung im Bildungsbereich). Die methodischen Auswertungsverfahren orientieren sich an Rekonstruktionen von Sinnstrukturen im versprachlichten Datenmaterial (Atkinson 2008; Emerson et al. 2008, Geertz 1987, Hirschauer 2001). Analysiert werden Protokolle aus Teilnehmender Beobachtung in schulischen und außerschulischen Veranstaltungen zu Diskriminierungskritik, Interviews mit Lehrenden sowie Gruppendiskussionen mit Lehrenden und Studierenden.
Das Projekt wird von Jun.-Prof. Constantin Wagner und Dr. Yalız Akbaba durchgeführt.
Ziel des Projektes ist es überprüfen, inwiefern App-basierte, individuell angepasste Differenzierungsmaßnahmen im naturwissenschaftlich-experimentellen Sachunterricht der Grundschule die kognitive Aktivität (Fauth & Leuders 2018; Merk et al. 2021; Rakoczy 2010) sowie das Kompetenzerleben (Deci & Ryan 1993) der Schüler*innen im vierten Schuljahr beeinflussen. Der Studie liegt ein experimentell angelegtes Forschungsdesign mit Experimental- und Kontrollgruppe zugrunde. In einer Prä- und Posterhebung werden Effekte des Treatments (Einsatz der App) auf das wahrgenommene Kompetenzerleben sowie die kognitive Aktivität der Schüler*innen erfasst. Mittels der App kann zu fünf Zeitpunkten in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Verdrängung von Wasser“ ein formatives, diagnostisches Assessment sowie eine daraus resultierende Einstufung in drei Schwierigkeitsniveaus erfolgen. Es wird angenommen, dass die im Rahmen der App für die Lernenden individuell angepassten Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Prompts oder ergänzende Erklärvideos) zu einer geeigneten (d.h. dem Kompetenzniveau entsprechenden) und stabilen kognitiven Aktivität (s. z.B. Irion & Scheiter 2008) sowie zu einem positiven Kompetenzerleben auf Seiten der Lernenden führt.
Das Projekt wird von Jun.-Prof.’in Katrin Gabriel-Busse und Anna Thede durchgeführt.
Im Kontext von Sprachförderung ergibt sich für pädagogisch Professionelle ein Spannungsfeld zwischen wirksamer Förderung und mit der Förderung verbundenen Verbesonderungen und subjektivierenden Adressierungen von Kindern und Eltern. Neben der Möglichkeit, durch gezielte Förderung im Deutschen die sprachlichen Fähigkeiten und damit Bildungschancen von Kindern zu erhöhen, werden diese unter diagnostischer Legitimation zugleich als Risikokinder im Bereich Sprache markiert. Diese (sprachbezogene) Defizitmarkierung impliziert insbesondere an Bildungsübergängen eine zukunftsweisende Note. Der institutionelle Übergang wird damit in mehrfacher Hinsicht zur (familiären) Herausforderung. Gerahmt sind diese Dynamiken zudem durch die Tatsache, dass Sprache(n) und sprachliche Fähigkeiten im Deutschen in den Bildungsinstitutionen zentral in hegemoniale Herstellungspraxen von Differenz, Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit involviert sind (Mecheril & Quehl, 2015). Mittels Sekundäranalyse von qualitativen Interviewdaten aus der SPRÜNGE-Evaluationsstudie („Sprachförderung im Übergang Kindergarten-Grundschule evaluieren“, 2016-2019) mit frühpädagogischen Fach- und Grundschullehrkräften sollen in dem Projekt Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Kinder und Eltern als an Sprachförderung ebenfalls Beteiligte von den pädagogisch Professionellen konzeptualisiert werden.
Aus dem Projekt entstandene Publikationen und Vorträge:
- Kämpfe, K. (2022). „‚bringt aber nichts, wenn Sie ja dann vielleicht Fehler einbauen, die wir dann ganz schwer rauskriegen‘“ Verbesonderung von Eltern im Kontext frühpädagogischer Sprachförderung, Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung 1(2), 167-181.
- Language support in ECEC institutions in Germany. Professionals’ conceptualizations of (non-)involvement and (non-)belonging of parents. Vortrag auf der WERA 2021 Virtual Focal Meeting, Santiago de Compostela (online) im Juli 2021.
- Sprachförderung in Kita. Perspektiven auf (Nicht-)Beteiligung und (Nicht-)Zugehörigkeit von Eltern. Vortrag auf der DGfE Sektionstagung empirische Bildungsforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (online) im September 2021.
- Armutsbezogene Kindheitsforschung und pädagogische Praxis. Am Beispiel: Positionierungen von Eltern durch pädagogische Fachkräfte. Vortrag auf dem Digitalen Fachtag „Intersektionalität und Differenz im Kontext erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung – Annäherungen an das Verhältnis von Forschung und pädagogischer Praxis“, Bergische Universität
Wuppertal (online) im Februar 2022. - Sprachideologisches Wissen in Kindheitskonzepten frühpädagogischer Fachkräfte im Kontext Deutschförderung. Vortrag auf der ÖDaF-Jahrestagung 2022: „Wer sind ich? Identität*en und Zugehörigkeit*en im Lehren und Lernen von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“, Wien (online) im Februar 2022.
Das Projekt wurde von Jun.-Prof.’in Dr. Karin Kämpfe (PH Schwäbisch Gmünd, Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit) durchgeführt.
Zur Diagnostik des wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsdidaktischen Wissens von angehenden Lehrkräften mit Fach Wirtschaft liegen mittlerweile mehrere standardisierte Testinstrumente vor. Um zu verstehen, wie die Lösung dieser Testinstrumente zustande kommt, welche Strategien dabei genutzt werden, ob Instruktionstexte, Tabellen oder die Gestaltung der Antwortoptionen einer Aufgabe tatsächlich wahrgenommen werden und lösungswirksam sind, bietet das Eye-Tracking aufgrund zunehmender Benutzerfreundlichkeit mittlerweile differenzierte diagnostische Zugänge. Noch fehlt es jedoch an Untersuchungen, wie sich Unterschiede im wirtschaftsdidaktischen und wirtschaftswissenschaftlichen Wissen in den Blickbewegungen von angehenden Lehrkräften mit Fach Wirtschaft manifestieren und inwiefern das Aufgabenformat oder die Vorbildung dabei von Bedeutung ist. Das Projekt zielt darauf ab, Unterschiede im Lösungsverhalten der angehenden Lehrkräfte anhand von Blickbewegungsmetriken bei variierender Vorbildung und Aufgabenformaten zu identifizieren und zu analysieren.
Aus dem Projekt entstandene Vorträge und Publikationen:
- Brückner, S. (2021). Eye Tracking-Analyse des Dunning-Kruger-Effekts von Lehramtsstudierenden beim Lösen eines ökonomischen Tests. Vortrag auf der Jahrestagung Sektion für Berufs- und Wirtschaftspädagogik am 17. September 2021.
- Brückner, S. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (2022). Effects of Students’ Study Progress in Economics on Their Visual Attention and Task-solving on an Economic Knowledge Test. Paper to be presented at the European Conference on Educational Research.
- Brückner, S. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (im Review). The Role of Confidence in the Gaze Bias Effect among Trainee Teachers in Economics — Results from a Digital Assessment of Content Knowledge. Empirical Research in Vocational Education Training.
- Brückner, S., Kohmer, A., Bültmann, A.-K. & Zlatkin-Troitschanskaia, O. (in Vorb.). Individuelle und lernmedienbezogene Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung und Lösung eines wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsdidaktischen Wissenstests. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
- Brückner, S. & Schneider, J. (in Vorb.). Visualization of university students gaze solving a teachers professional knowledge test in economics education. Empirical Research in Vocational Education and Training.
Das Projekt wurde von Dr. Sebastian Brückner durchgeführt.
Kooperatives Lernen und Gruppenarbeit sind effektive Lernsettings für Studierende.
Durch die COVID-19-Pandemie wurde Online-Gruppenarbeit relevant für die universitäre Lehre. Die Gruppenzusammensetzung stellt jedoch eine besondere Herausforderung in virtueller Gruppenarbeit dar. Algorithmische Gruppenformation hat hier das Potenzial, trotz sozialer Distanz, positive soziale Interaktion zu ermöglichen und zu fördern und damit ein Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen.
In unserem Projekt führen wir ein Feldexperiment im Bereich des Computer-Supported Collaborative Learning (CSCL) durch, um die Gruppenformation von Studierenden auf Basis psychologischer Kriterien systematisch zu variieren und damit ihren Einfluss auf Leistung und Zufriedenheit zu untersuchen. Bisherige Vorarbeiten (Bellhäuser et al., 2018; Müller et al., 2021) konnten zeigen, dass die Software für den Einsatz in empirischen Studien geeignet ist.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Etablierung von Richtlinien für effektive Gruppenarbeit sowie der Verbesserung der Gruppenzusammensetzung für erfolgreichen Lernzuwachs aller Gruppenmitglieder.
Das Projekt wurde von Adrienne Müller und Dr. Henrik Bellhäuser durchgeführt.
Das ökonomische Wissen von Schüler*innen steht derzeit in führenden Industrienationen im Fokus der Diskussionen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Japan und China findet eine rege Debatte darüber statt, inwieweit das ökonomische Wissen im Schulbereich ausreichend curricular verankert ist und welche Personenmerkmale der Schüler*innen einen Beitrag zu dem erfolgreichen (ökonomischen) Wissenserwerb leisten. Das Projekt basiert auf dem simultanen Einsatz des Test of Economic Literacy in Deutschland, Japan und China. In allen Ländern wurde ein gemeinsames Instrument adaptiert, das es erlaubt, im jeweiligen Land das ökonomische Wissen der Schüler*innen objektiv, reliabel und valide zu erfassen. Die Zusammenführung der Daten, die Auswertung und das Veröffentlichen der Befunde stellt vor dem Hintergrund der sprachlichen und kulturellen Unterschiede eine große Herausforderung dar. Das Projekt dient dazu, die Zusammenführung der Datensätze zu gewährleisten, eine gemeinsame Auswertungsstrategie mit den internationalen Kooperationspartner*innen zu entwickeln und die Befunde aus den Analysen der nationalen und internationalen Scientific Community zu präsentieren.
Aus dem Projekt entstandene Publikationen:
- Happ, R. (2020). International-vergleichende Analysen von ökonomischen Kompetenzen bei jungen Erwachsenen. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 116(3), 456-472.
- Happ, R., Kato, M., & Rüter, I. (2021). Results from the Test of Economic Literacy in Germany and Japan – a critical discussion on the gender effect. Citizenship, Social and Economics Education, 20(1), 48-68.
- Happ, R., Schmidt, S. & Feng, H. (in prep.). The economic knowledge of German and Chinese students in comparison – the effect of gender, interest of the students and educational background of the parents on the economic knowledge. International Journal of Chinese Education.
- Happ, R., Schmidt, S., Zlatkin-Troitschanskaia, O. & Walstad, B. (2023). Economic knowledge of high school students in the United States and Germany – the effects of gender and the preferred language of communication. Journal of Economic Education.
Das Projekt wurde von PD Dr. Roland Happ (Universität Leipzig, Berufliche Bildung mit dem Schwerpunkt Wirtschaft) durchgeführt.
Neben sportbezogenen Angeboten sind Hausaufgabenbetreuung (oder Lernzeiten), die quantitativ häufigsten Angebote an Ganztagsschulen. Zur Hausaufgabenbetreuung als Ganztagsangebot an Schulen wurden bisher die Perspektiven von Eltern – die sich eher unzufrieden mit der Hausaufgabenbetreuung an Ganztagsschulen äußern – und die Problematiken bezüglich der Zuständigkeit von Lehrkräften – die sich meist nur für ihr eigenes Fach zuständig fühlen und die individuellen Lernvoraussetzungen und -ziele der Schüler*innen eher nicht kennen – sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe beforscht. Jedoch sind in der Hausaufgabenforschung die Perspektiven von Schüler*innen auf die schulische Hausaufgabenbetreuung bisher kaum thematisiert worden. Um diese Lücke zu schließen, werden kontrastive Fallbeispiele zwischen den unterschiedlichen Schulen sowie der Organisationsform (Hausaufgabenbetreuung vs. Lernzeit) hinsichtlich der Forschungsfragen untersucht, um mit Hilfe der Aufarbeitung der Daten der StEG-Tandem Studie einen DFG-Antrag zu verfassen.
In dem Projekt sind mehrere Publikationen, Vorträge sowie ein Workshop entstanden:
- Sauerwein, M. & Rother, P. (2022). Teilhabe und Anerkennung statt Chancengerechtigkeit – eine sozialpädagogische Perspektive auf Ganztagsschule. In M. Jörgens, J. Sander & S. Werner (Hrsg.), Lesesozialisation und Medien. Lesen im Ganztag: systematische Leseförderung in systemischer Perspektive. Weinheim und München: Beltz Juventa.
- Rother, P., Bebek, C., Haude, C., Idel, T.-S., Graßhoff, G. & Sauerwein, M. (2021). Ganztags-Settings als Arenen „multiprofessioneller“ Diskurse und Praktiken. In K. Kunze, D. Petersen, G. Bellenberg, M. Fabel-Lamla, J.-H. Hinzke, A. Moldenhauer, L. Peukert, C. Reintjes & K. te Poel (Hrsg.), Studien zur Professionsforschung und Lehrerbildung. Kooperation – Koordination – Kollegialität. Befunde und Diskurse zum (multi-)professionellen Zusammenwirken pädagogischer Akteur*innen an Schulen (S. 209-226). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
- Sauerwein, M. & Rother, P. (2022). Hilfestellung in der Hausaufgabenbetreuung und den Lernzeiten aus der Perspektive von Schüler*innen. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE). Vorab-Onlinepublikation. https://doi.org/10.1007/s11618-022-01071-6
- Rother, P. & Sauerwein, M. (2023). Hausaufgaben in Ganztagsschulen: Informelle Strategien von Schüler*innen. In K. Bräu, P. Rother & L. Fuhrmann (Hrsg.), Die verborgenen Seiten der Hausaufgaben. Beltz Juventa: Weinheim.
- Rother, P. & Sauerwein, M. (2022). Stolpersteine und Chancen beim Auswerten von und Publizieren mit (qualitativen) Sekundärdaten. Methodisch/methodologische Reflexionen. Workshop mit Vortrag auf der Arbeitstagung „Qualitative Sekundäranalysen in der Bildungsforschung. Erkenntnisse, Erfahrungen, Perspektiven“ an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main.
Das Projekt wurde von Dr. Pia Rother (Institut für Erziehungswissenschaft, AG Allgemeine Erziehungswissenschaft) und Prof. Dr. Markus Sauerwein (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Theorien Sozialer Arbeit, Internationale Soziale Arbeit) durchgeführt.
In dem interdisziplinären Forschungsprojekt werden sprachliche Lern- und Bildungsprozesse in unterrichtlichen Interaktionen an inklusiven und exklusiven Schulformen aus einer fachdidaktischen und sozialwissenschaftlichen Perspektive erforscht. Zur Anwendung kommt ein innovatives Forschungsdesign aus dokumentarischer videobasierter Unterrichtsforschung, sprachwissenschaftlichen Analysen sowie Methoden der Spracherwerbsforschung. Das stellt für die aktuelle Schul- und Unterrichtsforschung einen höchst relevanten und innovativen Beitrag dar. Insbesondere das Zusammenführen der Rekonstruktion von fachlichem Lernen in unterrichtlichen Interaktionen mit der Reflexion von Inklusion und Exklusion (auf der Ebene von Schulformen) knüpft an virulente Herausforderungen der Lehrerbildung an. Damit kann das Verbundprojekt einen bedeutsamen Beitrag für die thematische und insbesondere interdisziplinäre Weiterentwicklung des ZSBH leisten.
Aus dem Projekt sind mehrere Publikationen hervorgegangen:
- Hackbarth, A. & Ludwig, J. (2021). Fachlichkeit im Fall von Inklusion. Kasuistische Reflexion der Praxis (schrift)sprachlichen Lernens. In A. Großhauser, A. Köpfer & H. Siegismund (Hrsg.), Inklusion und Deutsch als Zweitsprache als Querschnittsaufgaben in der Lehrer*innenbildung – Konzeptuelle Entwicklungslinien und hochschuldidaktische Zugänge. Trier: Wissenschaftlicher Verlag.
- Hackbarth, A., Ludwig, J. & Müller, A. (2021). (Hrsg.). Fachunterricht und Inklusion. Zeitschrift für Inklusion, 2.
- Hackbarth, A., Ludwig, J. & Müller, A. (i.V.). Language learning under conditions of (complex) impairments. Documentary reconstruction of video-based interactions in heterogeneous learning groups. In M. Martens, B. Asbrand, T. Buchborn, J. Menthe (Hrsg.), Dokumentarische Unterrichtsforschung in den Fachdidaktiken. Theoretische Grundlagen und Forschungspraxis. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Hackbarth, A., Ludwig, J. & Müller, A. (2022). Wissen und Können im Grammatikunterricht. Eine praxeologische Perspektivierung von Passungsverhältnissen in Interaktionen. In M. Martens, B. Asbrand, T. Buchborn, J. Menthe (Hrsg.). Dokumentarische Unterrichtsforschung in den Fachdidaktiken. Theoretische Grundlagen und Forschungspraxis. Wiesbaden: VS-Verlag.
Weiterhin wurde im November 2019 der Workshop „Praxeologische und fachwissenschaftliche Erforschung von Fachunterricht“ durchgeführt.
Das Projekt wurde von Prof.’in Dr. Anja Hackbarth (Universität Bielefeld, Schulentwicklung und Schulforschung) und Prof.’in Dr. Anja Müller (Deutsches Institut, Spracherwerb und Sprachdidaktik des Deutschen) durchgeführt.
Die Fähigkeit das eigene Lernen zielgerichtet zu planen und zu steuern stellt eine Schlüsselqualifikation dar, die entscheidend für den Studienerfolg ist. Vielen Studierenden mangelt es jedoch an geeigneten Selbstregulationsstrategien. Daher ist es Ziel des Forschungsprojektes Studierende in der Entwicklung des selbstregulierten Lernens mithilfe von digitalen Lernplanern und individuellem Feedback zu unterstützen. Um dies zu untersuchen, füllen Studierende täglich morgens und abends über fünf Wochen einen digitalen, strukturierten Lernplaner aus. Der Lernplaner enthält offene und geschlossene Fragen zu mehreren Aspekten des selbstregulierten Lernens (z.B. Zielsetzung, Motivation, Zeitinvestment). Basierend auf den Angaben im Lernplaner wird ein automatisches, individuelles Feedback zu den Selbstregulationsstrategien generiert. Das vorliegende Forschungsvorhaben dient somit zum einen der Beschreibung des selbstregulierten Lernens über die Zeit. Wie verändern sich beispielsweise die Lernstrategien während der fünf Wochen? Darüber hinaus werden die Effekte von individuellem Feedback auf das Lernverhalten am darauffolgenden Tag untersucht. Wie wirkt sich Feedback am Abend auf das Lernen am nächsten Tag aus? Basierend auf theoretischen Vorannahmen und ersten eigenen Vorarbeiten wird erwartet, dass Feedback eine Reflexion über das eigene Vorgehen beim Lernen anstößt und sich dadurch positiv auf das Lernverhalten am nächsten Tag auswirkt. Das Feedback stellt somit eine Interventionsmaßnahme dar, die darauf abzielt, Studierende in ihrer Selbstregulation zu fördern.
Aus dem Projekt sind mehrere Publikationen und Konferenzbeiträge hervorgegangen:
- Theobald, M. (2021). Self-regulated learning training programs enhance university students’ academic performance, self-regulated learning strategies, and motivation: A meta-analysis. Contemporary Educational Psychology, 66. https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2021.101976
- Theobald, M., & Bellhäuser, H. (2021). Mind the gap! Unmet time schedules predict university students’ negative affect during the examination phase. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 51, 190–203. https://doi.org/10.1026/0049-8637/a000218
- Bellhäuser, H., Dignath, C., & Theobald, M. (in review). Daily automated feedback enhances self-regulated learning: A longitudinal randomized field experiment.
- Theobald, M., & Bellhäuser, H. (2022). How am I going and where to next? Elaborated feedback improves university students’ self-regulated learning and performance.
- Theobald, M. (2019). Effektivität von Trainingsprogrammen zur Steigerung des Selbstregulierten Lernens an der Universität: Eine Meta-Analyse. Vortrag auf der 17. Fachgruppentagung Pädagogische Psychologie (PAEPSY) in Leipzig, 09.-12.09.2019.
- Theobald, M., & Bellhäuser, H. (2019). “Versuche Dir morgen Ziele zu setzen!” – Tägliches individuelles Feedback und Lerntagebücher als Intervention zur Steigerung des selbstregulierten Lernens. Vortrag auf der 17. Fachgruppentagung Pädagogische Psychologie (PAEPSY) in Leipzig, 09.-12.09.2019.
Das Projekt wurde von Dr. Maria Theobald (DIPF, Individualisierte Förderung) und Dr. Henrik Bellhäuser (Psychologie in den Bildungswissenschaften) durchgeführt.
Das Projekt untersucht einen spezifischen Fall historischer Wirklichkeit, der sich zwischen DDR und südlichem Afrika aufspannt und unter der Perspektive der transnationalen Bildung (auch international) noch nicht empirisch untersucht wurde: Die sogenannten „DDR-Kinder aus Namibia“. Von 1979 bis 1989 werden etwa 430 namibische Kinder aus Flüchtlingslagern in Angola und Sambia in einem politisch gesteuerten Bildungsprojekt in die DDR gebracht. Das Ziel ist die Ausbildung der Kinder zur zukünftigen Elite Namibias. Organisiert wird das während des Unabhängigkeitskampfes begonnene Projekt von der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO und der DDR-Führung. Ihre Kindheit verbringen die Kinder in einem Heim in Bellin (Mecklenburg), wo sie von (mitgereisten) namibischen und DDR-ErzieherInnen betreut werden. Sie besuchen im Nachbarort Zehna die Grundschule und später den Schul- und Internatskomplex „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt bei Magdeburg. Ihnen wird neben der fachlichen Ausbildung auch eine politischideologische Erziehung im Sinne des Sozialismus zuteil. Die Ausbildung orientiert sich zwar am Lehrplan der DDR, hält aber zugleich die Bezüge zu Namibia über Sprache, Lieder, Tänze und das Feiern traditioneller Feste aufrecht. Mit der politischen Wende in Deutschland und der Unabhängigkeit Namibias in den Jahren 1989/90 werden die Kinder und Jugendlichen unvorbereitet nach Namibia gebracht. Dort erleben sie Ausgrenzung: „Ex-DDRler” zu sein und als „Schwarze/r“ Deutsch zu sprechen, ist ein Stigma. Aus dieser gesellschaftlichen Randposition heraus changieren die Biografien in der Folgezeit zwischen sozialem Auf- und Abstieg, zwischen Bleiben (Namibia), Gehen (Deutschland, Ausland) und Pendeln (zwischen Namibia, Deutschland und weiteren Ländern) sowie zwischen sozialer Einbindung oder Isolation, Anerkennungs- oder auch Missbrauchserfahrungen. Ziel des beantragten Projektes ist die Rekonstruktion der Flucht- und transnationalen Bildungsbiografien vor dem Hintergrund der im Feld relevant werdenden Heterogenitäts- und Ungleichheitsdimensionen. Untersuchungsleitend sind die Kategorien: (a) Lebensphase (Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter), (b) sozioökonomischer Status SWAPOFunktionärsfamilie/Kriegswaise), (c) Geschlecht, (e) Hautfarbe, (f) Sprache und (g) Nationalität. Das Projekt untersucht aus einem transnationalen und intersektionalen Anspruch heraus, wann und wie diese Differenzlinien zusammenspielen und Wirksamkeit im Hinblick auf die gesellschaftliche Positionierung entfalten. Ziel ist die Beantragung eines DFG-Projektes.
Aus dem Projekt sind mehrere Publikationen entstanden:
- Müller, K., Niekrenz, Y., Schmitt, C., Krishnamurthy, S. & Witte, M. D. (2020). An analysis of metaphors in the biographies of the ‘GDR children of Namibia’. African Studies, 79(2), 173- 191.
- Schmitt, C. & Witte, M. D. (2019). Refugees across the generations. Generational relations between the ‚GDR children of Namibia‘ and their children. Journal of Ethnic and Migration Studies, 47(17), 4118-4134.
- Schmitt, C., Müller, K. & Witte, M. D. (2019). Vulnerability and Oral History. The Biography of a ‘GDR-Child of Namibia’ as a Narrative of Being Hurt. Childhood Vulnerability Journal, 2, 3-16.
- Schmitt, C. & Witte, M. D. (2018). “You are special”: othering in biographies of “GDR children from Namibia”. Ethnic and Racial Studies, 41(7), 1352-1369.
Das Projekt wurde von Prof. Dr. Matthias D. Witte (Institut für Erziehungswissenschaften, AG Sozialpädagogik), Prof.’in Dr. Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt, Transnationale Migrations- und Solidaritätsforschung) und Karin Müller, M.A. durchgeführt.
Der Workshop ist in der Hochschulforschung angesiedelt. Geplante Teilnehmende sind VertreterInnen der Säule Hochschulforschung des ZSBH und KollegInnen der Soziologie und Higher Education Studies (Südafrika/Mosambik, Ghana) und der Soziologie und Anthropologie (Algerien). Ebenso wäre eine Beteiligung Naturwissenschaftler in ihrer Rolle als internationale Projektkoordination (ACADEMY, EU-INTRA-AFRICA, Algerien), möglich. Eine genaue Arbeitsrichtung kann noch nicht festgelegt werden, daher wird es zunächst darum gehen, Möglichkeiten der institutionellen Zusammenarbeit in der Doktorandenausbildung und/oder der Personal-Mobilität zu eruieren.
Das Projekt wurde von Leonie Schoelen, M.A. durchgeführt.
Der Sachunterricht in der Grundschule zeichnet sich durch eine vielperspektivische Struktur aus. Unter den Überbegriff „Sachunterricht“ fallen neben naturwissenschaftlichen auch technische, sozialwissenschaftliche, geographische und historische Inhalte. Schülerinnen und Schüler sollen möglichst in allen Fachfeldern Kompetenzerfahrungen sammeln. Da bislang keine Studien zu fachspezifischen Schwerpunktsetzungen im Sachunterricht vorliegen, wird anhand von Klassenbüchern und Interviews mit Lehrkräften analysiert, ob und inwiefern Lehrerinnen und Lehrer im Sachunterricht – etwa aufgrund eigener thematischer Präferenzen – bestimmte Fächer und Themen stärker gewichten und welche unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen es in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt.
Das Projekt wurde von Jun.-Prof.’in Dr. Katrin Gabriel-Busse (Institut für Erziehungswissenschaften, AG Schulforschung/Schulpädagogik) und Prof.’in Dr. Claudia Kastens (Bergische Universität Wuppertal, Bildungsforschung) durchgeführt.
Das Projekt fußt auf zwei Zielsetzungen: Erstens soll ein für den deutschsprachigen Raum entwickeltes und validiertes Testinstrument zur Erfassung der fachdidaktischen Kompetenzen von (angehenden) Lehrkräften im Fach Wirtschaft für die USA adaptiert werden. Zweitens soll dieser Einsatz in der Lehrkraftbildungspraxis erprobt werden, um im Anschluss daran erste vergleichende Analysen zur Lehrerbildung im Bereich Wirtschaft in Deutschland und den USA zu erstellen. Dabei trägt das Vorhaben nicht nur zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen im Zuge der Professionalisierung der (angehenden) Lehrkräfte bei, sondern verhilft auch zu einer stärkeren internationalen Vernetzung und Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandortes Mainz zur Erforschung von Lehrkraftkompetenzen im kaufmännisch-verwaltenden Bereich.
Das Projekt wurde von Prof.’in Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia und Dr. Christiane Kuhn durchgeführt.
Wenn im Unterricht komplexe Sachverhalte vermittelt werden sollen, werden häufig Texte mit Bildern vernetzt oder durch Videosequenzen ergänzt. Dies führt zu einer dualen Codierung wichtiger Informationen, die sich förderlich auf das Lernen auswirken kann. Das Verstehen multipel codierter Informationen erfordert aber auch, dass diese integrativ verarbeitet werden. An diesen Prozessen ist maßgeblich das Arbeitsgedächtnis beteiligt, in dem alle lernrelevanten Informationen kurzzeitig gespeichert und zusammengeführt werden. Als eine Störquelle für diese kognitiven Speicher- und Verarbeitungsprozesse in der Schule wird die Lärmbelästigung während des Unterrichts identifiziert. Besonders irrelevante Hintergrundgeräusche scheinen zu einer Leistungsverminderung der Lernenden zu führen, die umso stärker ausfällt, je jünger die Lernenden sind. In insgesamt drei Teilstudien des Projekts wird untersucht, ob erstens die negative Auswirkung von Hintergrundgeräuschen durch Dual-Coding gemildert werden kann, zweitens die gleichzeitige Präsentation von Bild und Text (Arbeits-)Gedächtnis- und Lernprozesse unterstützen kann und drittens Dual-Coding-Prozesse in der Kindheit und im Jugendalter gleich effizient wirken, da sich die Arbeitsgedächtniskapazität in dieser Zeit entwickelt.
Das Projekt wurde von Prof.’in Dr. Bozana Meinhardt-Injac (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Entwicklungspsychologie) und Dr. habil. Christiane Baadte durchgeführt.
Das Projekt untersucht Lern- und Bildungsprozesse von Menschen in der dritten Lebensphase. Gemäß dem bildungspolitischen Konzept des Lebenslangen Lernens sollen Aussagen über die Entwicklungs- und Identitätsprozesse und den damit verbundenen längerfristigen Lern- und Bildungsprozessen in lebensweltlichen Rahmungen getroffen werden. Eine bereits 2006 erhobene empirische Materialbasis – bestehend aus 15 narrativen Interviews von Personen im Alter von 52 bis 68 Jahren – wird im Zuge des aktuellen Projekts durch eine zweite Erhebung zu einer Panelstudie ausgebaut. In längsschnittlicher Perspektive sollen somit Lern- und Lebenswege von Menschen auf dem Weg in die bzw. bereits in der dritten Lebensphase rekonstruiert und damit Erkenntnisse über das spezifische Lernen in der dritten Lebensphase gewonnen werden.
Das Projekt wurde von Shevek K. Selbert durchgeführt.
Podiumsdiskussion am 04.02.25
- Am 04.02.25 laden wir zur Podiumsdiskussion „Forschen und Lehren ohne Reproduktion? Herausforderungen und Chancen einer diskriminierungskritischen Wissenschaft“ ein.
Digitale Vortragsreihe 2024/25
- Am 18. Dezember startet die digitale Vortragsreihe „Diskriminierungskritisch[es] Forschen„. Die Veranstaltungsreihe wird am 04. Februar mit einer Podiumsdiskussion in Präsenz abgeschlossen.
Mitgliederversammlung 2024
- Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 03. Dezember statt.
Öffentliches Fachgespräch 2024
- Am 06. November laden wir zum öffentlichen Fachgespräch „Bildung. Macht. Gesellschaft. – Ungleichheit und Gerechtigkeit im deutschen Bildungs- und Betreuungssystem“ mit Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion ein.
Quo vadis ZSBH? Open Space Mitgliedertreffen 2024
- Am 28. Mai veranstalten wir ein Open Space Mitgliedertreffen zu den Perspektiven der Mitglieder auf die Weiterentwicklung des ZSBH.
Am 5. und 6. November 2021 findet an der JGU Mainz ein Arbeitstreffen/Minisymposium zur Entwicklung und Nutzung von Mathematikerklärvideos statt. Themen sind u.a. die Möglichkeiten von Gebärdensprachdarstellung und Untertiteln in Mathematikvideos, sowie die Rolle der Sprache, bildhafter und symbolischer Darstellungen beim Erklären von Mathematik. Hier geht es zur Tagungshomepage.
Das ZSBH organisiert und fördert gemeinsam mit dem Institut für Erziehungswissenschaft der JGU Mainz die Sektionstagung empirische Bildungsforschung, die vom 13.-15. September 2021 in Mainz stattfindet. Das Tagungsthema lautet Grenzen sprengen – Forschung verbinden. Interdisziplinäre empirische Forschung jenseits klassischer Handlungsfelder. Hier geht es zur Tagungshomepage.
Die International Conference on the History of Mathematics Education (ICHME) wurde verschoben und findet nun 2022 in Mainz statt und wird unter der Leitung von Prof.’in. Dr. Ysette Weiss, Fachdidaktik Mathematik an der JGU, durchgeführt.
Die 3rd International Conference on School Improvement Research (SIR): Concepts, Designs, and Methods Social structure and regulation processes in school improvement: theory, methods, occurrence, effects fand vom 25-26 April 2019 in Zürich statt
Am 10. und 11. April 2019 fand der vom ZSBH geförderte “Cooperation Initiation Workshop Africa North/South” an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Leonie Schoelen, Doktorandin unter Mitwirkung von Univ.-Prof. Dr. Uwe Schmidt (Leiter des Zentrums für Qualitätssicherung und -entwicklung). Leonie Schoelen (M.A.) ist derzeit Doktorandin in Soziologie und Erziehungswissenschaften im Rahmen eines Co-Tutorships an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Paris Descartes-Universität in Frankreich. Ihre Dissertation befasst sich mit der Transformation des algerischen Hochschulsystems.
Ziel des Workshops war der Austausch über gemeinsame Forschungsinteressen, die potenzielle akademische Zusammenarbeit auf den Gebieten der Hochschul- und Wissenschaftsforschung und die mögliche regionale und institutionelle Vernetzung der Teilnehmer*innen.
Unter anderem wurden Vorträge gehört von:
- Dr. Amar Baadj, University of Bonn/University of Trier, Germany – “Potential and challenges for cooperation between Historians and Archeologists in North Africa and Germany”
- Prof. Dr. Patrício Langa, University of the Western Cape(UWC), Cape Town, South Africa/Eduardo Mondlane University(UEM), Maputo, Mozambique – “Bi/trinational cooperation success factors: the case of (joint) doctoral training”
- Ms Goni Lee, University of Bath, United Kingdom – “Epistemic policy learning between South Korea and Algeria as policy translation: A case of Knowledge Sharing Programme with Algeria”
- Prof. Dr. Latifa Negadi, University of Tlemcen, Algeria – “The ACADEMY Project coordinated by the University of Tlemcen under the Intra-Africa Academic Mobility Scheme”
- Dr. Abbes Sebihi, Southeast Asian Ministers of Education Organization Regional Center for Vocational and Technical Education and Training (SEAMEO VOCTECH), Brunei Darussalam – “Successful higher education cooperation between African and European countries”
- Dr. Ismet Touati, Algerian National Research Centre for Prehistory, Anthropology and History (CNRPAH), Tlemcen/Algiers, Algeria – “Reflections about the conditions of success in South-South cooperation in history research“
- Dr. Emnet Tadesse Woldegiorgis, Bayreuth International Graduate School of Africa Studies (BIGSAS), University of Bayreuth, Germany – “The experience of BIGSAS as a network of six Pan-African universities“
- Prof. Dr. Djawad Zendagui, University of Tlemcen, Algeria – “The University of Tlemcen’s Internationalisation Strategy”
Eine Follow-up-Veranstaltung ist noch für dieses Jahr an der Universität Tlemcen, Algerien geplant.
Zudem wird die Ausarbeitung einer Vorvereinbarung als Entwurf für ein Memorandum of Unterstanding (MoU) für eine Kooperation auf dem Gebiet der Hochschul- und Wissenschaftsforschung – oder im Falle Algeriens der Bildungssoziologie – zwischen dem ZSBH und den Mitgliedern der jeweiligen Institutionen vorgesehen. Darüber hinaus bietet der Zusammenschluss der Mitglieder aus verschiedenen Regionen Afrikas die Möglichkeit, regionale Kooperationen zu initiieren und zu begleiten.
Ansprechpartnerin: Leonie Schoelen (M.A.)
Weitere Informationen
Die Sektion „Erwachsenenbildung“ der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) wird dieses Jahr zu dem Thema „Lernen und Bildung in der Transformationsgesellschaft“ von Prof.’in Dr. Heide von Felden (JGU, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Erwachsenenbildung/Weiterbildung) organisiert und findet vom 26.-28. September 2018 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.
Das Internationale Kolloquium zu „Innovation und Transformation in Schule, Unterricht und Lehrerbildung im frankophonen Nord- und Westafrika, Frankreich und Deutschland“ wird von Prof.’in Dr. Carla Schelle (JGU, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Schulforschung/Schulpädagogik) organisiert und findet vom 28.-30. Juni 2018 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.
Die Jahrestagung der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) wird in diesem Jahr zu dem Thema „Politische, sozialwissenschaftliche oder gesellschaftswissenschaftliche Bildung? Aktuelle Herausforderungen, empirische Forschung und wissenschaftliche Begründung“ von Prof.’in Dr. Kerstin Pohl (Institut für Politikwissenschaft, Didaktik der politischen Bildung) und Mathias Lotz (Institut für Politikwissenschaft, Didaktik der politischen Bildung) organisiert und findet vom 13.-16. Juni 2018 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.
Das Projekt „Pluriliteracies for Deeper Learning: Sustainable Teaching for Engagement, Adjustment and Life-Satisfaction (STEAL)“ baut auf dem Ertrag des seit 2015 eingerichteten Minigraduiertenkollegs „Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften“ (Imhof, Meyer, Dreesmann & Thiele, 2015) und der Förderinitiative „Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung“ (Dreyer, Feldhoff, Harring, Hensel-Grobe, Meyer & Wendt 2015) auf. Lehrer*innen erforschen Bedingungen und Verfahren für vertieftes Lernen und Lehren.
Das internationale Graduiertenkolleg führt zwei erfolgreiche Forschungsinitiativen der JGU unter dem Dach des ZBH bzw. zukünftig des ZSBH zusammen und erzielt demnach eine Stärkung der Schulforschung sowie eine Weiterentwicklung der Forschungsorientierung in der Lehramtsausbildung und dient strategisch der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken an der Universität Mainz.
Die Arbeiten in der Graduate School STEAL werden durch einen interdisziplinär ausgelegten, theoretischen Rahmen integriert. Inhaltliche Basis ist das heuristische Modell des Lernens und Lehrens (vgl. Meyer, Doyle, Imhof & Connolly, im Druck a; vgl. Abbildung), das aus den Arbeiten des Mini-Graduiertenkollegs von Imhof et al. (2014) und aus dem international aufgestellten Team Pluriliteracies Teaching for Learning (Meyer, Coyle, Halbach, Schuck & Ting, 2015) entwickelt wurde.

Integratives Modell zur Beschreibung und Erklärung nachhaltiger Szenarien zur Förderung von akademischem Engagement, Lernen und Wohlbefinden (aus: Meyer & Imhof, 2017)
Ansprechpartner*innen:
Univ.-Prof.’in Dr. Margarete Imhof (E-Mail)
Univ.-Prof. Dr. Oliver Meyer
Psychologisches Institut
Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften (Homepage)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Förderung durch: Impulsfonds der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz
Ausschreibung von Fördermitteln für den Zeitraum 01.11.2023 – 30.11.2024 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für den Zeitraum 01.11.2023 – 30.11.2024 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für den Zeitraum 01.11.2022 – 30.11.2023 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für den Zeitraum 01.01.2022 – 31.12.2022 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für den Zeitraum 01.08.2021 – 31.12.2021 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für das Jahr 2021 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Ausschreibung von Fördermitteln für das Jahr 2020 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Anschubfinanzierung für das Jahr 2019 zur thematischen Weiterentwicklung des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH)
Vorbehaltlich der gesicherten Gesamtfinanzierung ergeben sich folgende Fördermöglichkeiten:Schul- und fachdidaktische Forschung
- Für die Entwicklung von Verbund- und Kooperationsprojekten zwischen mehreren Fachdidaktiken und/oder zwischen Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften sowie zur Vorbereitung von Drittmittelanträgen kann eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000€ beantragt werden. Gemeinsame Forschungsprojekte verschiedener fachdidaktischer und bildungswissenschaftlicher (erziehungswissenschaftlicher, psychologischer und soziologischer) Inhalte und Themen hinsichtlich der Gestaltung von Lernumgebungen in Schule und Unterricht sowie deren Effekte werden insbesondere gefördert. Sollten für ein Forschungsvorhaben mehr als 10.000€ benötigt werden, besteht die Möglichkeit, eine Mischfinanzierung über einen erweiterten Antrag bei der Förderlinie 1 der Universität Mainz anzustreben.
- Zur Förderung einzelner Projekte, insbesondere mit dem Ziel der Profilierung einzelner Fachdidaktiken sowie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, kann ebenfalls eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000€ beantragt werden. Neben einer*einem Postdoktorandin*Postdoktoranden können auch Doktorand*innen, die an einem Forschungsvorhaben beteiligt sind, Anträge stellen. In dem Fall muss dem Antrag eine Zusage der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts beigefügt werden.
- Ein wichtiges Anliegen des ZSBH ist es, die Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften enger miteinander zu verzahnen und die interdisziplinäre sowie bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Es werden demnach Projekte und Initiativen unterstützt, die den Austausch und die Vernetzung zweier Fachdidaktiken und/oder der Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften unterstützen und auf diese Weise ggf. neue Impulse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit setzen. In diesem Zusammenhang können z.B. Tagungen, Workshops oder Veranstaltungen/Veranstaltungsreihen zu konkreten Problem- und Fragestellungen der Schul- und fachdidaktischen Forschung unter Beteiligung von Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen und/oder Vertreter*innen der Bildungspraxis gefördert werden (z.B. durch Gelder für studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte oder Sach- und Reisemittel).
Bildungs- und Hochschulforschung
- Durch die Förderung von Forschungskooperationen im Bereich der Bildungsforschung (Projekte zum Lebenslangen Lernen, zu Bildungsverläufen, zu Lern- und Bildungsprozessen, zur Professionalisierung im Bildungsbereich in allen Altersphasen innerhalb und außerhalb von Institutionen) und Hochschulforschung sollen Formate zum Aufbau und zur Unterstützung des wissenschaftlichen Austauschs und der interdisziplinären Zusammenarbeit unterstützt werden. Für die Entwicklung größerer Verbund- und Kooperationsprojekte sowie zur Vorbereitung von Drittmittelanträgen kann demnach eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000€ beantragt werden. Sollten für ein Forschungsvorhaben mehr als 10.000€ benötigt werden, besteht die Möglichkeit, eine Mischfinanzierung über einen erweiterten Antrag bei der Förderlinie 1 der Universität Mainzanzustreben.
- Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und seiner Eigenständigkeit bietet das ZSBH eine Anschubfinanzierung für Projekte von promovierten sowie noch nicht promovierten Nachwuchswissenschaftler*innen an. Auch hier kann eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000€ beantragt werden. Dem Antrag muss eine Zusage der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts beigefügt werden.
- In einem begrenzten Rahmen unterstützt das ZSBH Projekte und Initiativen, die den Austausch und die Vernetzung von unterschiedlichen Akteur*innen und Institutionen unterstützen sowie zur erhöhten Sichtbarkeit des ZSBH beitragen. Auf diese Weise sollen ggf. neue Impulse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis gesetzt werden. Zu diesem Zweck können z.B. Tagungen, Workshops oder Veranstaltungen/Veranstaltungsreihen zu konkreten Problemstellungen der Bildungs- und Hochschulforschung unter Beteiligung von Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen und/oder Vertreter*innen der Praxis gefördert werden (z.B. durch Gelder für studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte oder Sach- und Reisemittel).
Antragsberechtigt sind alle Mitglieder des Zentrums für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung (ZSBH) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Anträge können bis Freitag, 14. September 2018 per Mail (zsbh@uni-mainz.de) an die Geschäftsstelle des ZSBH (Sophie Bülter) gerichtet werden. Für das laufende Haushaltsjahr steht – vorbehaltlich der ausstehenden Zusage – ein begrenztes Fördervolumen zur Verfügung, das eine Unterstützung weniger innovativer Vorhaben ermöglicht. Die Anträge stehen im Wettbewerb zueinander. Die Entscheidung über die Vergabe obliegt dem Koordinationsausschuss des ZSBH.
Quantitative Workshops (geplant für den Sommer):
Kombi-Workshop – zweitägiges Format:
Workshop 1: KI/Machine Learning zur Analyse offener Antworten
Workshop 2: Konfirmatorische Faktorenanalyse in R (Basis) + Strukturgleichungsmodelle in R (Vertiefung)
Workshop 3: Mehrebenenmodelle in R
An einem separaten Termin im Sommer folgt:
Workshop 4:
Quantitative Datenanalyse mit SPSS
Qualitative Workshops – geplant für den Herbst
Workshop 5:
Situationsanalyse
Methodische Einführung in die Situationsanalyse nach Adele Clarke – mit Fokus auf Mapping-Techniken und analytischer Theoriebildung.
Workshop 6:
Ethnografie (ethnografisches Schreiben & Datenanalyse)
Die Podiumsdiskussion „Forschen und Lehren ohne Reproduktion? Herausforderungen und Chancen einer diskriminierungskritischen Wissenschaft“ wird am 04.02.2025 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Rahmen der digitalen ZSBH-Vortragsreihe „Diskriminierungskritisches Forschen“ stattfinden.
Neben der Auseinandersetzung mit Bildungsprozessen im Rahmen differenz-, machtkritischer und rassismustheoretischer Ansätze, soll der Fokus der Diskussion auf der reflexiven Auseinandersetzung mit der eigenen Forschungs- und Lehrpraxis unter diskriminierungssensiblen Gesichtspunkten liegen; etwa hinsichtlich methodischer Ansätze, möglicher Fallstricke und impliziter Vorannahmen.
Um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten zu können, haben wir folgende Gäste eingeladen:
- Prof.‘in Dr.‘in Valerie Krupp (Hochschule für Musik Mainz)
- Prof. Dr. Mario Dunkel (Universität Oldenburg, Institut für Musik)
- Adolé Akue-Dovi (JGU, Institut für Erziehungswissenschaften, AG Schulforschung/ Schulpädagogik)
- Stefan Bast (Kunsthochschule Mainz, Bereich Kunstdidaktik)
- Thomas Bree (JGU, Fachschaft Erziehungswissenschaft)
Den Link zur Anmeldung finden Sie hier.
Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme und spannende Diskussionen!

Am 06. November lädt das ZSBH zum öffentlichen Fachgespräch „Bildung. Macht. Gesellschaft. – Ungleichheit und Gerechtigkeit im deutschen Bildungs- und Betreuungssystem“ mit Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Alten Mensa (00 156 Atrium maximum/minimum) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Den Link zum Anmeldeformular finden Sie hier.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des ZSBH findet am 03. Dezember von 17:00 bis 19:00 Uhr im Raum 01 421 – N6 im NatFak Hauptgebäude (1341, Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg 12, 55128 Mainz) statt.
Wie in den vergangenen Jahren wird im Vorfeld der Mitgliederversammlung eine Langform der Präsentation versandt, zu der dann im Rahmen der Mitgliederversammlung Fragen gestellt oder Anmerkungen gemacht werden können.
Bezüglich der Vorstellung der vom ZSBH in diesem Jahr geförderten Projekte, werden die Projektverantwortlichen gesondert kontaktiert. Es ist geplant, die Projekte wieder in Form einer Postersession vorzustellen.
Die Tagesordnung, die Präsentationen, die Mitgliederliste sowie das Protokoll der vergangenen Mitgliederversammlung werden im Vorfeld zugeschickt.